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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Überschwemmungen gehören zu den häufigsten und teuersten Naturkatastrophen auf der Erde. Mehr als die Hälfte aller Toten bei Extremereignissen gehen auf das Konto von nicht zu kontrollierende Wassermassen.


  • Schon seit dem Altertum versucht der Mensch Hochwasser und Überschwemmungen zu beherrschen. Heute nutzt man vor allem periodische Flusshochwasser, um an Staudämmen oder Talsperren Energie zu erzeugen oder Wasser für trockene Jahreszeiten zu speichern.


  • Ein Hochwasser wird erst dann zur Katastrophe, wenn Menschen davon betroffen sind. Diese alte Regel hat gerade heutzutage ganz besondere Gültigkeit. Denn die fruchtbaren Gebiete entlang der Ströme sind besonders dicht besiedelt.


  • Hochwasser am Missisippi gehört nicht nur zur Normalität, es entsteht häufig auch nach dem gleichen Prinzip. Besonders anfällig dafür ist der "Old Man River" im Frühjahr. Zur Zeit der Schneeschmelze ergiessen sich gewaltige Wassermassen durchsetzt mit Sedimenten und Geröll aus dem ohnehin regenreichen Appalachenlateau in den Mississippi und seine Zuflüsse, die vom Flusssystem schon unter normalen Umständen kaum zu bändigen sind.


  • Mithilfe modernster Technik versuchen die Wissenschaftler im 20. Jahrhundert die Gefahren für die Missisippi-Anrainer gering zu halten. Satellitenbilder und Infrarotaufnahmen werden ausgewertet, zahllose Pegelmessstationen halten den Katastrophenschutz rund um die Uhr über die neueste Entwicklung auf dem laufenden. Doch trotz verbesserter Voraussagemöglichkeiten hat der Mississippi immer wieder eine Überraschung parat.


  • Kaum ein Land der Erde wird so häufig von Überschwemmungskatastrophen heimgesucht wie dieser kleine Flecken der Erde südlich des Himalayas. In den letzten 40 Jahren haben die Behörden und internationale Hilfsorganisationen mindestens 30 Hochwasserereignisse in der ohnehin krisengeschüttelten Region registriert.


  • Nach inoffiziellen Angaben sollen allein während der Katastrophe von 1991 mehr als 300.000 Menschen in den Fluten umgekommen sein, mindestens sieben Millionen Menschen mussten ihre Häuser und ihre Heimat zumindest zeitweilig verlassen.


  • Die Ursachen für die Hochwasser in Bangladesch sind vielfältig. Monsun, Zyklone und die globalen Klimaveränderungen rütteln an den Grundfesten dieses bevölkerungsreichen Landes und sorgen immer wieder für verheerende Naturkatastrophen.


  • Die Rettung bringen soll jetzt ein sogenannter Flood Action Plan oder kurz FAP. Er besteht aus 26 Einzelprojekten, die bis zum Jahr 2015 abgeschlossen sein sollen und ist mit einem Kapital von 20 Milliarden US-Dollar ausgestattet. Die Planer erhoffen sich davon eine Minderung der Überschwemmungsgefahren.


  • Neben zahlreichen grundlegenden Studien, sind auch ganz konkrete Maßnahmen zum Hochwasserschutz geplant oder bereits durchgeführt worden.


  • Wissenschaftler vermuten, dass die Anzahl von Hochwasserkatastrophen weltweit in Zukunft weiter steigen wird. Durch die ständig wachsende Bevölkerungsdichte in der Nähe der Flussläufe gerade in den Entwicklungsländern muss man damit rechnen, dass auch die Schäden durch Überschwemmungen immer größere Ausmaße annehmen.

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