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Wo sitzt die „Uhr“, die das Alter von Zellen bestimmt? In den Genen? In anderen Zellbestandteilen? Neueste Studien deuten darauf hin, dass die reprogrammierten Zellen offenbar eine Art „epigenetisches Gedächtnis“ besitzen: Geklonte Mäuse leiden zwar oft an Missbildungen oder Störungen der Genregulation, diese unterscheiden sich aber deutlich voneinander, wenn die Mäuse aus Kerntransfers von verschiedenen Zellkernen hervorgegangen sind.
 | | DNA-Analyse mittels Elektrophorese © PNNL | Weitere Tests und Analysen machten den Wissenschaftlern schnell deutlich, dass diese „Vererbung“ des Zellalters nicht von den Genen selbst ausgehen konnte, sondern von nichtgenetischen Komponenten verursacht wurde. Inzwischen scheint weitestgehend klar, dass bestimmte, an die Erbsubstanz DNA angelagerte Molekülgruppen die Informationen über das ursprüngliche Alter und die Funktion des übertragenen Zellkerns konservieren.
Diese Moleküle beeinflussen, welche Gene abgelesen werden und könnten so auch für Fehlfunktionen der resultierenden Zellen oder Klonorganismen verantwortlich sein. Wie dieses zelluläre Gedächtnis gelöscht werden kann, ist Gegenstand zahlreicher Studien. Bisher aber tappen die Forscher hier noch im Dunkeln. Einziger Hoffnungsschimmer: Diese Probleme sind zwar bei Klonorganismen folgenschwer, könnten aber beim therapeutischen Klonen, wo nur einzelne Zelltypen und Gewebe produziert werden, eine geringere Rolle spielen. Eindeutig geklärt ist aber auch das noch nicht.
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