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Der Transfer des Zellkerns einer erwachsenen Körperzelle in eine entkernte Eizelle ist das Verfahren, dem auch Klonschaf „Dolly“ seine Existenz verdankte. Denn wird ein durch Kerntransfer erzeugter Embryo in einen mütterlichen Organismus implantiert, so können ganze Klontiere herangezogen werden. Dieses reproduktive Klonen ist nicht nur bei Schafen und Rindern, sondern auch bei Hunden bereits gelungen.
 | | Entwicklung klonaler Mausembryonen nach Zellkerntransfer © MPI für molekulare Biomedizin  | Aus den frühesten Stadien eines durch Kerntransfer erzeugten Embryos lassen sich jedoch nicht nur Klontiere züchten, sondern - und das ist für die medizinische Anwendung das relevante - auch Stammzellen gewinnen. Diese bilden die Grundlage für Zellen und Gewebe, die später einmal kranken Menschen als Ersatz und Therapie dienen könnten.
Missbildungen und vorzeitige Alterung
Doch damit das eines Tages möglich ist, muss sicher gestellt sein, dass die so entstehenden Ersatzgewebe auch einwandfrei sind und nicht möglicherweise verborgene genetische Defekte in sich tragen. Leider ist genau das den Zellen selbst nicht anzusehen. Deutlich wird dies meist erst dann, wenn aus solchen Kerntransfers ganze Organismen, wie eben Dolly, hervorgehen.
| |  | Klonschaf Dolly © Roslin Institute | Denn das 1996 so gefeierte Klonschaf schaffte es zwar, im Gegensatz zu vielen Leidensgenossen, ohne schwere Missbildungen auf die Welt zu kommen, dafür zeigten sich schon bald andere Schäden: Dolly alterte schneller als normal, hatte schon in jungen Jahren typische Alterskrankheiten und starb auch früher. Inzwischen sind diese Phänomene auch bei anderen Klontieren beobachtet worden. Offenbar war die „Innere Uhr“ der Zellen nicht ebenfalls zurück auf Null gestellt worden, sondern tickte einfach weiter, als wenn das Klonen nie geschehen wäre.
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