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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Bisher sind embryonale Stammzellen nur aus Embryonen zu gewinnen – was jedoch viele Menschen strikt ablehnen und der Gesetzgeber als Vernichtung potenziellen Lebens verbietet.


  • Die zentrale Frage der Stammzellforscher lautet daher: Wie lassen sich aus erwachsenen Zellen pluripotente Stammzellen gewinnen und daraus gesunde Gewebe entwickeln?


  • Vier verschiedene Strategien verfolgen die Wissenschaftler zurzeit, um Körperzellen wieder zu Stammzellen zu machen: den Transfer von Zellkernen in entkernte Eizellen, die Fusion von Körperzellen mit embryonalen Stammzellen sowie die Reprogrammierung nur durch Zellextrakte oder durch bestimmte Kulturverfahren.


  • Der Transfer des Zellkerns einer erwachsenen Körperzelle in eine entkernte Eizelle ist das Verfahren, dem auch Klonschaf „Dolly“ seine Existenz verdankte. In der Folge entsteht ein Embryo, in dessen Innern sich die begehrten Stammzellen finden. Um an sie heranzukommen, muss der Embryo jedoch zerstört werden.


  • Eine zweite, zurzeit intensiv erforschte Strategie ist die Fusion. Hierbei wird der Zellkern einer erwachsenen Körperzelle nicht in eine Eizelle eingepflanzt, sondern mit bereits vorhandenen embryonalen Stammzellen verschmolzen.


  • Nur durch spezielle Kulturverfahren, ohne die Mitwirkung von Eizellen oder embryonalen Stammzellen, gelang die Stammzellerzeugung im Sommer 2006 amerikanischen Forschern.


  • Insgesamt gibt es Fortschritte in fast allen Methoden, mit denen Wissenschaftler versuchen, Stammzellen zu gewinnen. Bis daraus jedoch anwendbare Therapien werden, wird es nach Einschätzungen von Experten noch mehr as zehn Jahre dauern.

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