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Freitag, 10.02.2012
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Das Wichtigste in Kürze

  • Nach der Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse im Dezember 2001 ging ein Aufschrei der Entrüstung durch Deutschland. Lehrer, Politiker und Bildungsforscher versuchten zudem sich gegenseitig die Schuld für die schlechten Leistungen der Schüler in die Schuhe zu schieben.


  • Es begann aber auch eine hektische Suche nach Auswegen aus der Krise. Ausbau der Ganztagsschulen, mehr Unterrichtsstunden für Lehrer oder detaillierte zentrale Lernstandserhebungen in den Schulen sollen dafür sorgen, dass sich das Bildungsniveau der Schüler verbessert.


  • Bei der Suche nach Auswegen aus der Bildungsmisere ist in den letzten Jahren jedoch auch die frühe Förderung der Kinder in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.


  • Ergebnisse von Bildungsforschern und Psychologen belegen, dass vor allem die Zeit zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr große Chancen bietet, Einfluss auf die spätere Entwicklung und den Lebensweg der Kinder zu nehmen.


  • Wissenschaftler plädieren deshalb vor allem für Sprachförderprogramme, aber auch für ein viel umfassenderes Angebot im Bereich Mathematik in Kindergärten oder anderen vorschulischen Bildungsangeboten.


  • Doch nicht nur die Frühförderung im Kindergarten halten Forscher für verbesserungswürdig, sondern auch den Grundschulunterricht. Ihrer Meinung nach sind die Kinder in der Primarstufe in vielen Bereichen deutlich unterfordert.


  • Dabei haben schon Acht- bis Zehnjährige durchaus das Potenzial auch komplexe physikalische oder chemische Prinzipien zu verstehen und sogar selbst zu entdecken – wenn man sie denn auf kindgerechte Art und Weise an diese heranführt.


  • Erkenntnisse aus der Hirnforschung unterstützen die Forderung nach einem früheren Beginn des Bildungsprozesses. Denn das Lernen hinterlässt im kindlichen Gehirn beispielsweise deutlichere und dauerhaftere Spuren als im Gehirn eines Erwachsenen. Kinder lernen zudem in vielen Bereichen deutlich schneller als Ältere.


  • Eine Frühförderung kann aus Sicht fast aller Forscher das spätere Lernen in der Schule zwar sinnvoll vorbereiten und ergänzen, ein besseres Ergebnis in zukünftigen Vergleichstests wie PISA garantiert sie allein allerdings wohl kaum.

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