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Freitag, 10.02.2012
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Das Wichtigste in Kürze

  • Bis heute haben auch die Astronomen noch immer keine eindeutige Antwort auf die Frage: „Weißt Du, wie viel Sternlein stehen?“ Und auch die Menge des Hintergrundlichts, der diffusen Strahlung, die von allen Sternen oder Galaxien jemals ausgestrahlt wurde, ist noch unbekannt.


  • Astronomen des Max-Planck-Instituts für Kernphysik in Heidelberg gelang im April 2006 jedoch hier ein Durchbruch – dank eines „Tricks“ und viel Glück.


  • Sie maßen die Menge des Hintergrundlichts indirekt, indem sie seinen Einfluss auf eine andere Strahlenart, die energiereiche Gammastrahlung bestimmten. Dabei kam ihnen die Entdeckung zweier Quasare zu Hilfe.


  • Diese Strahlenquellen waren sehr weit entfernt, ihr Gammalicht musste daher weite Räume durchqueren und dabei in Kontakt mit den Lichtteilchen des Hintergrundlichts kommen.


  • An der noch immer sehr kurzwelligen, „blauen“ Strahlung der Quasare erkannten die Astronomen, dass es nur wenige Kollisionen mit solchen Hintergrundlichtteilchen gegeben haben konnte. Ihr Fazit: Es gibt weniger Hintergrundlicht als gedacht, der Kosmos ist zudem für Gammastrahlen transparenter als angenommen.


  • Entscheidende Voraussetzung und wichtigstes Werkzeug für die Astronomen war das H.E.S.S.-Experiment, ein Observatorium aus vier Spiegelteleskopen, speziell angepasst für die Detektion von Gammastrahlen beziehungsweise ihren Spuren, dem so genannten Tscherenkow-Licht.


  • Dieses entsteht, wenn die Gammastrahlen mit Teilchen der Atmosphäre in Wechselwirkung treten. Dabei geben sie Energie ab und lassen ganze Teilchenkaskaden entstehen. Diese wiederum erzeugen ultrakurze Lichtblitze, das Tscherenkow-Licht, die die Spezialkameras der Teleskope registrieren können.


  • Gammastrahlen halfen auch bei einer weiteren Entdeckung: Inmitten der gigantischen Wasserstoffwolken des Milchstraßen-Zentrums befindet sich eine Art „kosmischer Teilchenbeschleuniger“. Das zeigte eine große Ballung von komischer Strahlung im Kern unserer Galaxie. Welcher Art dieser Beschleuniger jedoch ist und wo genau erliegt, muss jetzt noch herausgefunden werden.

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