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Freitag, 10.02.2012
Gären, Verbrennen, verkohlen
Die herkömmlichen Verfahren zur Gewinnung vpon Biodiesel

Biodiesel aus Fetten
Auch heute schon wird Biomasse genutzt, etwa in Form von Biodiesel, der aus pflanzlichen und tierischen Fetten gewonnen wird. Mehr als eine Nische kann das jedoch nicht ausfüllen, das ergibt sich aus den Fakten: Die Menschheit verbraucht zurzeit vier Milliarden Tonnen Mineralöl pro Jahr; die Weltproduktion von Fetten beträgt jedoch gerade mal 120 Millionen Tonnen. Damit ließen sich zwar alle Autos in Deutschland mit Biodiesel versorgen, aber die Welt hätte nichts mehr zu essen.

Man darf also nicht hochwertige Produkte wie Fette verwenden, sondern möglichst billigen Abfall. Natürlich kann man ihn einfach verbrennen, aber das bringt wenig Energie, denn Biomasse ist meist nass und muss erst getrocknet werden. Außerdem setzt man bei der Verbrennung Kohlendioxid frei.

Biomassekraftwerk 
Biomassekraftwerk
© DOE/NREL
Vergärung: wenig effektiv
Ein anderer Weg, der heute beschritten wird, ist die Vergärung von Biomasse, bei der Ethanol und ebenfalls CO2 entstehen. „Die alkoholische Gärung hat jedoch nur einen geschätzten effektiven Wirkungsgrad von drei bis fünf Prozent der in den Pflanzen gespeicherten Primärenergie“, sagt Antonietti. „Und danach muss man auch noch den Alkohol vom Wasser trennen. Um einen Kubikmeter reinen Alkohol zu machen, braut man 30 Kubikmeter Bier, das ist für Kraftstoffe keine gute Lösung.“

Pyrolyse: Geht nur trocken
Auch die Umwandlung von Biomasse in Biogas ist energetisch gesehen nicht optimal. „Das, was wir als Energieträger benutzen, ist eigentlich ein Nebenprodukt beim Stoffwechsel von Mikroben“, so der Chemiker, „die Hälfte des Kohlenstoffs wird wieder als CO2 freigesetzt“. Bleibt noch das Verfahren der Pyrolyse. Bei ihr wird die Biomasse unter Luftabschluss bei extrem hohen Temperaturen verkohlt. Hierzu muss das Pflanzenmaterial aber trocken sein, sonst rechnet sich die Energetik des Prozesses nicht.

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