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Freitag, 10.02.2012
Geo-Highlights
Geowissenschaften in Forschung und Alltag

Norden ist da, wo oben ist...
 Mobilität
Mobilität
© IMSI MasterClips
Uns erscheint es ganz selbstverständlich: Wenn wir uns in unbekanntem Gelände bewegen, orientieren wir uns mithilfe einer Karte und einem Kompass. Wir vertrauen den Karten, wissen, dass die Kompassnadel immer nach Norden zeigt und finden so unseren Weg. Doch ohne die Arbeit von Geografen, Geodäten und Kartografen gäbe es keine Karten, und ohne die Geophysiker und ihre erdumspannenden Magnetfeld-Messnetze könnten wir auch die Abweichungen der Kompassnadel vom geografischen Norden nicht korrigieren.

Nächste Ausfahrt links abbiegen...
Inzwischen findet man es schon in fast jedem Auto: Das kleine Gerät, das uns auf Wunsch zielgenau die Route von Haustür zu Haustür weist. Mithilfe von Satellitenpeilung erkennt das Empfangsgerät des Global Positioning System seinen genauen Standort und kann daraus und aus den vorher einspeisten Karten den günstigsten Weg zum Ziel erkennen. Doch ohne die Forschungen der Geowissenschaftler würde es auch dieses Navigationshilfsmittel nicht geben.

Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose...
...und die Heizung ist immer warm. Doch alle diese Annehmlichkeiten des täglichen Lebens brauchen und verbrauchen Energie - meist in Form von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas. Doch diese Ressourcen sind begrenzt. Geowissenschaftler suchen daher nach immer neuen Energiequellen, aber auch nach neuen Methoden, um die vorhandenen Ressourcen so effektiv wie möglich zu nutzen.

Energie für die Zukunft?
Geowissenschaftler waren es auch, die Gashydrate entdeckten - sehr energiereiche, eisartige Verbindungen von kristallisierten Gasen und Wasser. Große Felder dieses "brennenden Eises" sind rund um die Erde unter den Ozeanen verteilt. Es wird geschätzt, dass sie mehr Energie enthalten könnten als alle fossilen Energieformen zusammen. In Anbetracht der schrumpfenden Rohstoffvorräte der Erde ist die Erforschung dieser möglichen "Energie der Zukunft" daher heute einer der wichtigsten Schwerpunkte der geowissenschaftlichen Forschung.

Der Dinokiller....
Warum starben die Dinosaurier? Lange Zeit konnte niemand diese Frage beantworten. Doch 1997 entdeckten die Geowissenschaftler in einem Bohrkern aus dem Meeresgrund vor der Küste Floridas eine Sensation: In ihm fanden sich eindeutige Hinweise darauf, dass vor rund 65 Millionen Jahren ein gewaltiger Meteorit eingeschlagen haben musste. In seiner Folge starben nicht nur die Dinosaurier, sondern auch 70 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten aus.

Klimawandel
 Treibhauseffekt
Treibhauseffekt
© NOAA/GFDL
Wird es nun heißer auf der Erde oder nicht? Und ist der Mensch daran schuld? Fragen, die momentan nur die Klimaforscher beantworten können. Sie sind auf den "luftigen Aspekt" des "Systems Erde" spezialisiert. Ihrer Kenntnis der Klimageschichte unseres Planeten und den schier endlosen Datenreihen, die sie gesammelt haben, verdanken wir den ersten Einblick in die "Wettermaschine Erde". Auf der Basis der in aufwendigen Klimamodellen und Simulationen erstellten Prognosen der Klimaforscher planen Politiker, Organisationen und Wirtschaftsbranchen Maßnahmen zum Klimaschutz.

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