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Freitag, 10.02.2012
Kein Nachschub für de Beers?
Die Zeit der Diamantenbildung ist vorbei

Rohdiamant 
Rohdiamant
© Kevin Ward/The Mineral Gallery
Alle heute auf der Erde entdeckten Diamanten haben nach einer Studie der Carnegie Institution in Washington schon einige Jährchen auf dem Buckel. Bei ihrem Versuch eine Weltkarte der Diamantvorkommen zu erstellen, haben die Geologen herausgefunden, dass vor rund 100 Millionen Jahren zum letzten Mal kleinere Mengen der begehrten Steine in den Tiefen der Erde entstanden sind.

Das Gros der Diamanten jedoch ist nach dieser Theorie noch viel älter. Nach den Ergebnissen der Forscher gibt es drei Phasen, in denen besonders viele der reinen Kohlenstoffminerale gebildet haben und zwar vor 3,3; 2,9 und letztmals vor 1,2 Milliarden Jahren.

"Die Bildung von Diamanten war eine Art Laune der Natur im Teenageralter des Blauen Planeten," sagt dazu Steven Shirley von der Carnegie Institution. Seiner Meinung nach wird es in absehbarer Zeit auch keinen Nachschub an Diamanten mehr geben, weil heute auf und in der Erde die Bedingungen für die Diamantengenese einfach nicht mehr vorhanden sind.

Ob in den Tiefen des Erdmantels noch Reservoire an Diamanten existieren, die nur darauf warten, mithilfe von Vulkanismus an die Erdoberfläche "gepustet" zu werden, wissen die Geologen allerdings nicht. Zum letzten Mal, so die Ergebnisse der Wissenschaftler, kam es vor 70 und 150 Millionen Jahren zu einem größeren "Liftup" der begehrten Rohedelsteine an die Erdoberfläche.

Die Experten von De Beers und Co müssen sich also mit dem zufrieden geben, was bisher da ist oder darauf hoffen, dass ein Zusammenstoß mit einem anderen Himmelskörper die Diamantenreserven der Erde auffrischt. So geschehen vor rund 15 Millionen Jahren im Nördlinger Ries in Bayern, wo ein Meteoriteneinschlag für die notwendigen Druck- und Temperaturbedingungen zur Erzeugung von Diamanten sorgte. Die gefundenen Glitzersteinchen sind aber so klein, dass sie für eine kommerzielle Nutzung unwichtig sind.

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