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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Schon seit mehr als 4.000 Jahren faszinieren Diamanten den Menschen. Bis heute gelten sie als Symbol für Unvergänglichkeit, als Inbegriff von Schönheit, Reichtum und Macht.


  • Die heute existierenden Diamanten sind vor Milliarden von Jahren im Erdmantel entstanden. Sie bestehen aus reinem Kohlenstoff, der sich bei Temperaturen von rund 1.000 °C und 40.000 Bar Druck verband und später auskristallisierte.


  • An die Erdoberfläche gelangten die heutigen Dimantenvorkommen durch Vulkanismus. Zum letzten Mal wurden vor 70 bis 150 Millionen Jahren größere Mengen an Diamanten mit dem Magma nach oben gespült.


  • Heute unterscheidet man primäre und sekundäre Diamantenlager. Die primären befinden sich in den erkalteten Schloten der ehemaligen Vulkane, wo die Diamanten im Kimberlitgestein versteckt sind.


  • Sekundäre Depots gibt es beispielsweise unter dem Wüstensand der Namib oder in den Brandungszonen des Atlantiks an der namibischen Küste. Durch die Erosion der alten Vulkankegel im Verlauf der Erdgeschichte gelangten die Diamanten in die Flüsse und wurden weit entfernt von ihrem Herkunftsgebiet in Massen abgelagert. Zu den führenden Diamanten exportierenden Ländern gehören heute Botswana, Russland, Angola und Südafrika. Rund acht Milliarden Dollar Umsatz macht die Branche mit dem Marktführer De Beers mittlerweile Jahr für Jahr.


  • Verarbeitet werden die Rohdiamanten in Schleiferzentren in Indien oder Israel. Der Wert der Diamanten wird durch die vier großen C's bestimmt. Neben dem Carat, dem Gewicht des Steins, gehören dazu der Cut oder Schliff, die Color oder Farbe und die Clarity oder Reinheit des Diamanten.


  • Diamanten zieren längst nicht mehr nur den Hals oder das Dekollete von VIPs und Superreichen auch als Schneidewerkzeug für moderne Hochpräzisionsskalpelle oder als Bauteil von Bohrgeräten werden sie mittlerweile eingesetzt.


  • Kinderarbeit, Gesundheitsschäden bei den Schleifern durch Diamantenstaub und chemische Mittel, aber auch so genannte Blutdiamanten, die zur Finanzierung von Bürgerkriegen verwendet werden, stören heute das einst so makellose Image der Diamantenbranche.

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