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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Während Roboter früher vor allem für militärische Zwecke – beispielsweise beim Aufspüren von Landminen und Bomben – oder im Haushalt zum Einsatz kamen, haben Wissenschaftler in den letzten Jahren neue Einsatzmöglichkeiten für diese Helfer aus Silizium und Stahl entwickelt.


  • Vor allem in den USA, aber auch in anderen Ländern werden spezielle Roboter für den Einsatz nach Naturkatastrophen oder nach Explosionen konstruiert. Solche Systeme wurden beispielsweise bereits nach dem Anschlag auf das World Trade Center in New York im Jahr 2001 verwendet, um nach Verletzten und Toten zu suchen.


  • Maschinen, die wie ferngesteuerte Spielzeugwagen von ihren Betreuern per Funk gelenkt werden, sollen dabei bald der Vergangenheit angehören. Heute konzentriert sich die Forschung auf die Entwicklung autonomer Roboter, die ohne eine direkte Steuerung des Menschen funktionieren.


  • Um ihre jeweiligen Aufgaben im Rettungsdienst erfüllen zu können, müssen die Roboter „sehen“ können. Zur Grundausstattung gehört dabei die gewöhnliche Video-Linse, die den Raum visuell aufzeichnet. Die wichtigsten Orientierungs-Sensoren sind jedoch die aus Hollywood-Filmen berühmten roten Laseraugen.


  • An der Universität Bremen arbeiten Wissenschaftler bereits an der Navigation in Extremgebieten. Sie entwickeln ein „Simultaneous localization and mapping“ (SLAM) Programm, das Robotern schon beim ersten Schritt die Positionierung in einem dreidimensionalen Raum ermöglichen soll. Damit wäre nicht nur die Navigation in völlig unebenen Trümmerhaufen möglich, sondern auch in dem Auf und Ab von Planetenoberflächen wie auf dem Mars.


  • Die Roboter-Spezies scheidet sich auch nach „Star Wars“ immer noch in laufende oder fahrende Modelle. Da wo Räder und Ketten versagen, können Roboter-Beine besser reagieren. Doch die Schritte der künstlichen Zweibeiner wirken meist unsicher und steif. Sowohl der komplexe Bewegungsablauf der verschiedenen Gelenke und die Feinabstimmung der einzusetzenden Kräfte überfordern meist die elektronische Steuerung eines Roboters.


  • Weiter ist da schon der nach dem Vorbild seines biologischen Namensvetters konstruierte „Scorpion“ der Uni Bremen, mit seinem schmalen länglichen Körper und acht abgeknickten Beinen. Selbst wenn Scorpion durch ein Hindernis stolpert, reagiert er automatisch auf die neue Situation und stabilisiert sich in dem er beispielsweise das betroffenene Bein anzieht oder die anderen stärker streckt. Möglich macht dies ein neues verbessertes Steuerungssystem des Roboters.


  • In Zukunft sollen Roboter nicht nur Verletzte aufspüren und Rettungskräfte alarmieren, sondern mit dem notwendigen „Equipment“ an Bord auch Erste Hilfe leisten und eine Kurz-Diagnose durchführen.


  • Die meisten Rettungsroboter haben ihren Härtetest noch vor sich. Bisher haben sie ihre Qualitäten vor allem auf Teststrecken beispielsweise bei den regelmäßig stattfindenden Roboter-Weltmeisterschaften gezeigt.


  • Bevor sie endgültig nach Katastrophen zum Einsatz kommen, sind zudem noch einige Probleme zu lösen. So ist bei vielen Systemen die selbstständige Navigation noch unausgereift und bei der Wahrnehmung gibt es weiterhin große Schwierigkeiten Opfer von anderen Gegenständen zu unterscheiden. Vor bisher unlösbaren Probleme steht die Technik bisher auch bei der Energieversorgung.

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