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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Vor circa drei Millionen Jahren wanderten die Vorfahren der Mammuts aus Afrika in kältere Gefilde ein und breiteten sich in großer Zahl unter anderem in Europa, Nordamerika und Asien aus.


  • Neben dem bekanntesten Mammut, dem Wollmammut, das noch während der letzten Eiszeit lebte, gab es verschiedene Arten, die seitdem zeitgleich oder nacheinander die Kältesteppen bewohnten und sich von vegetarischer Kost ernährten.


  • Durch die Auswertung von Skelettfunden, Kadaverresten aus dem ewigen Eis und dem Permafrostboden oder Höhlenmalereien haben Forscher mittlerweile ein detailliertes Bild vom Aussehen und dem Verhalten der Mammuts bekommen.


  • So weiß man heute, dass sich die verschiedenen Arten im Laufe der Evolution immer besser an das frostige Klima während der Eiszeiten anpassten.


  • Das Wollmammut, das vor rund 350.000 Jahren in Europa auftauchte, besaß beispielsweise verschiedene „Frostschutzmittel“. Neben dem typischen zotteligen Fell sorgten eine dicke Fettschicht unter der Haut und Talgdrüsen zum Einfetten der Haare für den Schutz gegen eisige Temperaturen und den Schnee während der Kaltzeiten.


  • Mittlerweile ist es Wissenschaftler sogar gelungen, Teile des Mammutgenoms zu rekonstruieren und mit dem der heute lebenden Elefanten zu vergleichen. Dabei fanden sie unter anderem heraus, dass das Mammut näher mit dem Asiatischen Elefanten verwandt ist als mit dem Afrikanischen.


  • Warum die Mammuts vor rund 10.000 Jahren ausstarben ist dagegen noch nicht endgültig geklärt. Nach Ansicht von Forschern kommen unter anderem die Ausrottung durch den Menschen, der Klimawandel oder eventuell sogar ein Killervirus als Gründe für den Exitus der Mammuts in Betracht.


  • Einige Forscherteams wollen mithilfe der modernen Gentechnik für eine „Wiedergeburt“ der Mammuts auf der Erde sorgen. Sie suchen in den Kadavern der Eiszeitgiganten, die unter anderem in Nordamerika und Sibirien tiefgefroren die Jahrtausende überdauert haben, nach intakten Zellen und intaktem Erbgut, um damit Mammuts zu klonen.


  • Aus Sicht vieler Wissenschaftler sind die Chancen jedoch gering, dass dies gelingt und in absehbarer Zeit wieder Mammutherden über die Kältesteppen der Erde ziehen.

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