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Häufig ist in der englischen Fachliteratur die Rede von der "habitable zone", dem "bewohnbaren" Gebiet im Sonnensystem. Es ist definiert durch die Stabilität flüssigen Wassers an einer Planetenoberfläche. Legt man den Abstand zwischen Erde und Zentralgestirn als eine "astronomische Einheit" fest, dann reicht diese "habitable zone" von etwa 0,9 bis 1,6 astronomischen Einheiten.
 | | Zone des Lebens im Sonnensystem © NASA | Die Venus befindet sich daher zu nahe an der Sonne, der Mars dagegen an der äußeren Grenze. Allerdings waren die Bedingungen auf der Venus einst nicht ganz so dramatisch durch die Hitze der nahen Sonne geprägt, denn zu Beginn des Sonnensystems produzierte die Sonne etwa zwanzig Prozent weniger Wärme als heute - was die "habitable zone" näher zur Venus hin ausdehnen würde.
Später, als das frühe, schwere Meteoritenbombardement nachließ, gab dies auf der Erde den ersten primitivsten Lebensformen die Chance, ihre Evolution ungestört von katastrophalen Einschlägen voranzutreiben, von denen man annimmt, dass sie das entstehende Leben auf der Erde mehrfach komplett auslöschten. Es entwickelten sich Pflanzen, deren Stoffwechsel durch die Verarbeitung von im Überfluss vorhande nem CO2 aus der Atmosphäre und dem Ausstoß von Sauerstoff als "Abgas" die Zusammensetzung des atmosphärischen Gasgemisches kontinuierlich veränderte.
Dem zunehmenden Angebot an eigentlich wegen seiner starken Oxidationswirkung "giftigem" Sauerstoff begegneten die Lebewesen wiederum durch Anpassung: Mehr und mehr beruhte der Stoffwechsel der Fauna auf einer Verwertung dieses Sauerstoffangebots. Schließlich bildeten sich Lebewesen, die CO2 in Verbindung mit Wasser und vor allem den darin gelösten Kalzium-Kationen zur Bildung von Kalkhüllen und Kalkskeletten verarbeiteten.
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