Scinexx-LogoSpringer-Verlag, Heidelberg
Freitag, 10.02.2012
Auf der Suche nach neuen Rohstoffen...
Die Reserven der Erde sind begrenzt

Gashydrat 
Gashydrat
© USGS
Die Weltbevölkerung wächst seit Jahrhunderten kontinuierlich. Vorsichtige Schätzungen gehen für Mitte des nächsten Jahrhunderts von fast 9 Milliarden Menschen aus, die unseren Planeten besiedeln werden. Mit der Bevölkerungsexplosion einher geht nicht nur ein ständig wachsender Bedarf an Nahrungsmitteln, auch der Energieverbrauch der Menschheit wird in Zukunft weiterhin stark ansteigen. Auch oder gerade in den Entwicklungsländern.

Dabei hat sich schon in den letzten 50 Jahren der Primärenergieverbrauch (PEV) versechsfacht. Vorrangig zur Energieproduktion verwendet werden noch immer fossile Rohstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas. So wurde beispielsweise allein in der Zeit von 1980 bis 1998 soviel Erdöl auf der Erde gefördert, wie in den 100 Jahren davor seit Beginn der industriellen Erdölgewinnung zusammengenommen.

Die Reserven an diesen Energierohstoffen auf der Erde sind aber begrenzt. Neufunde gibt es fast gar nicht mehr, die weißen Flecken auf der Landkarte sind nahezu vollständig verschwunden. Steigerungen bei den ausbeutbaren Vorräten an konventionellen fossilen Brennstoffen scheinen allenfalls noch über notwendige Neubewertungen bekannter Felder und verbesserte Gewinnungsverfahren möglich. Die Folge: die globalen Reserven der wichtigsten Energieträger werden in Zukunft zunehmend schrumpfen.

In dem Maße wie die bisher bekannten Vorräte an Energierohstoffen zurückgehen, wird die Forschung nach den Rohstoffen der näheren oder ferneren Zukunft immer wichtiger und dringender. Schon seit Jahren sind Wissenschaftler auf der Suche nach Lösungen, aber jetzt scheinen sie endlich fündig geworden zu sein: Gashydrate versprechen die "neue" Energiequelle für das nächste Jahrtausend zu werden.

Wissenschaftler verschiedener Institutionen - in Deutschland unter anderem von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe und vom Geomar Forschungszentrum in Kiel - und Länder sind deshalb zurzeit mit der Erforschung der Gashydratvorkommen der Erde beschäftigt. Soviel erscheint allerdings schon heute sicher: Wenn es gelingt diese Vorkommen auszubeuten, können sie vielleicht die Menschheit für Jahrhunderte mit Energie versorgen...

zurück   | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |    weiter
Artikel drucken   Dossier komplett anzeigen
Suche
Erweiterte Suche
Facts
Übersicht
Das Wichtigste in Kürze
Artikel zum Thema
Brennendes Eis
Gashydrate - Energielieferanten der Zukunft
Droht der Menschheit eine globale Energiekrise?
Interview mit dem BGR-Rohstoffexperten Dr. Peter Gerling
Auf der Suche nach neuen Rohstoffen...
Die Reserven der Erde sind begrenzt
"Brennendes Eis"
Was sind Gashydrate?
Rettung aus den Weltmeeren und Permafrostböden?
Vorkommen und Nachweis von Gashydraten
Auf dem Weg zu einer neuen Energiequelle...
Wie kann man Gashydratvorkommen ausbeuten?
Gasreserve für Jahrhunderte?
Bedeutung der Methanhydrate als Energiequelle der Zukunft
Global Player des Klimageschehens
Methan, das drittwichtigste Treibhausgas der Atmosphäre
Methanschock liess den Ozean kippen
Drohen dramatische Folgen, wenn das Methaneis freigesetzt werden sollte?
Top-Diaschauen
Überleben im Winter
2012 und die Maya
Die großen Massenaussterben
Quallen
Riesenschlangen
Aktuelle Dossiers
Klima-Hotspot Moorböden
Wie Forscher den Treibhausgas-Emissionen von Mooren auf die Spur kommen
Schwelbrände im Gewebe
Chronische Entzündungen und ihre Ursachen
Röntgenblick in die Geheimnisse der Mumien
Neue bildgebende Verfahren helfen bei der Erforschung menschlicher Relikte
Auf Kante
Warten auf „The Big One“
Auch Pflanzen besitzen Stammzellen
Unerschöpflich kreativ
Energie-Produzent Gebäude
Wie Häuser zu Kraftwerken werden
Bermudas Unterwelt
Expedition zu den unterirdischen Salzwasserhöhlen einer Tropeninsel
Alte Seuchen in neuem Licht
Forscher untersuchen Resistenz gegen Pest und Cholera
Mehr Licht im Dunkel der Mars-Trabanten
Mit Mars Express und Phobos Grunt bei den „Söhnen“ des Kriegsgotts
Mikrobielle Mitbewohner auf Weltreise
Bakterien in Magen und Speichel helfen beim Erforschen menschlicher Wanderungen