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Freitag, 10.02.2012
Von DF-1 bis Programm 921
Die chinesischen Raumflugprogramme kommen spät, aber nicht zu spät

Chinesischer Nachbau der deutschen V 2 
Chinesischer Nachbau der deutschen V 2
© starobserver
Erste Erfahrungen mit "modernen" Großraketen machten die Chinesen schon vor über 40 Jahren. Am 1. September 1960 wurde von Jiuquan aus eine DF-1 gestartet. Dieses Projektil war ein Nachbau der russischen R-2-Rakete, die ihrerseits wieder lediglich eine modifizierte V 2-Rakete war, wie sie schon die deutschen Streitkräften im Zweiten Weltkrieg eingesetzt hatten. Auch in China, genauso wie in den USA und in der UdSSR, begann also die Raumfahrt auf der Basis deutscher Militärraketen.

Richtig ernst wurde es mit dem chinesischen Raumflugprogramm im Jahre 1970, als der erste chinesische Satellit, DFH-1, in den Weltraum geschossen wurde. Das kleine Raumfahrzeug erinnerte stark an Sputnik 1 und war zu nicht recht viel mehr in der Lage, als die kommunistische Parteihymne "Der Osten ist rot" wieder und wieder abzuspulen. In der Folge hätte sich China in Sachen Raumfahrt wesentlich schneller entwickeln können, wenn nicht in den Wirren der Kulturrevolution jeglicher technischer Fortschritt für mehr als ein Jahrzehnt still gelegen hätte. Dann, im Jahre 1992, begann das, was im Westen unter dem Titel "Programm 921" bekannt wurde: die Vorbereitungen für ein eigenständiges bemanntes chinesisches Raumfahrtprogramm.

Die Chinesen mögen später anfangen, aber ihr Orbiter ist wesentlich weiter entwickelt, als es die primitiven Kapseln von John Glenn oder Juri Gagarin Anfang der sechziger Jahre gewesen sind. Er ist in der Lage, drei Personen zu transportieren. Außerdem ist er manövrierfähig, vielseitig und modern ausgerüstet.

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