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Mittwoch, 08.02.2012
Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch
„Grüner“ Strom hilft Holzsparen

Es ist klein, steht nahe Namche Bazar in Nepal, liefert saubere Energie und versucht dazu beizutragen, eines der größten Probleme Nepals zu lösen: Die Abhängigkeit vom Holz als Energielieferanten. Das vielleicht am höchsten gelegene Wasserkraftwerk der Welt versorgt seit rund zehn Jahren mehrere Dörfer und gehört Öko Himal, der Gesellschaft für ökologische Zusammenarbeit Alpen-Himalaya.

Die österreichischen Forscher um Professor Kurt Luger von der Universität Salzburg versuchen so mithilfe von Erneuerbaren Energien, den weiteren Kahlschlag in den Bergwäldern der Region zumindest ansatzweise zu unterbinden.

Mit Solarkochern gegen Waldabholzung
 Bergwald im Himalaya
Bergwald im Himalaya
© Evert Wesker
Ebenfalls auf „grünen Strom“ setzt die Initiative Solar Power Nepal. Sie finanziert den Allgäuer Karl Kölle, der in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, heimisch geworden ist. Er hat dort eine Werkstatt aufgebaut, in der er Solarkocher herstellt.

Mindestens einmal im Jahr macht er sich auf den Weg in die abgelegenen Himalaya-Regionen, um sein selbst kreiertes, umweltfreundliches Produkt zum Zubereiten von Speisen an den „Mann“ zu bringen. Im Rahmen eines so genannten Solartrekkings verteilt er seine Kocher kostenlos an Schulen, Kinderhorte oder arme Bergbauern und hilft so Holz zu sparen.

Auch wenn jedes dieser Projekte für sich genommen nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein bewirkt, sind sie doch zumindest erste Ansätze zu einer neuen nachhaltigen Entwicklung in der Himalaya-Region.

Hilfe für Schneeleopard und Co
Entscheidend dazu beitragen können vermutlich auch zahlreiche Nationalparks wie der Annapurna Conservation Park (ACAP), das Manaslu Reservat oder der Langtang National Park, die im Laufe der letzten Jahrzehnte entstanden sind. Sie haben sich zum Rückzugsgebiet für seltene Tierarten wie Himalaya-Bären und Pandas oder das vom Aussterben bedrohte Gharial, ein Sumpfkrokodil, entwickelt.

Um den bedrohten Schneeleoparden kümmert sich unter anderem der WWF. Doch trotz aller Erfolge beim Schutz der Tiere gibt es von ihnen nur noch 3.500 bis 7.000 Exemplare weltweit, einige davon in Nepal. Eine Studie, des WWF und seines Artenschutzprogramms TRAFFIC aus dem Jahr 2003 zeigt, dass die illegale Jagd und der Handel mit ihrem wertvollen Fell noch immer die Hauptursachen für die Bedrohung der streng geschützten Tiere sind. Der WWF fordert deshalb effektivere Maßnahmen wie den Einsatz von Anti-Wilderer-Einheiten um den Raubkatzen das Überleben zu erleichtern.

„Der Schneeleopard darf nicht aussterben, nur damit sein Fell als Wandteppich in Luxusappartements hängt oder zu Wintermänteln verarbeitet wird“, sagt dazu Volker Homes, Artenschutzexperte des WWF.

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