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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Böden bestehen aus einem Gemisch aus mineralischen (45%) und organischen (5%) Anteilen. Hinzu kommen jeweils ein weiteres Viertel Luft und Wasser.


  • Ein Boden ist fast immer nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Ganz zuoberst liegt das organische Material aus dem sich der nährstoffreiche Humus entwickelt. Darunter befindet sich der mineralienreiche Unterboden und wird nach unten vom Festgestein begrenzt.


  • Im Boden ist ständig was los: Humus reichert sich an, Regen wäscht Kalk und andere Nährstoffe aus, feinste Tone und Bodenpartikel verlagern sich nach unten und oxidiertes Eisen gibt dem Boden seine bräunlich-rötliche Farbe.


  • In unserem gemäßigten Klima dauert es mehrere hundert Jahre, bis ein Zentimeter Boden entsteht. Zum Vergleich: Ein fruchtbarer Ackerboden benötigt mindestens 30 Zentimeter.


  • Die Bodenentwicklung läuft je nach Klima in völlig unterschiedlichen Geschwindigkeiten: förderlich sind hohe Feuchtigkeit und warme Temperaturen. Unter diesen Bedingungen ist sowohl die chemische Verwitterung als auch die Aktivität der Mikroorganismen am größten.


  • Böden enthalten rund viermal soviel Kohlenstoff wie die Atmosphäre. Durch die Landwirtschaft und Mikroorganismen wird dieser als CO2 freigesetzt und beeinflusst dadurch das globale Klimagefüge.


  • Saurer Regen, Überdüngung oder Feinstaub belasten die Böden. Bis zu einem gewissen Grad können diese Schadstoffe gebunden werden, gelangen allerdings bei Übersättigung auch in das Grundwasser.


  • In Deutschland gehen jedes Jahr rund 50 Millionen Tonnen fruchtbare Bodenkrume durch die Erosion verloren. Zudem gelten circa sechs Prozent der Landesfläche als versiegelt, das heißt, sie sind mit Gebäuden, Straßen oder Plätzen bebaut. Eine Bodenbildung findet hier nicht mehr statt.


  • Ein Quadratmeter Waldboden kann innerhalb einer Stunde bis zu 70 Liter Wasser aufnehmen.


  • Im Boden wimmelt es nur so von Leben: Regenwürmer, Springschwänze, Asseln, Tausendfüßer, Geißeltierchen, Wurzelfüßer, Wimpertierchen oder Bakterien. Ohne diese nützlichen Helfer gäbe es keinen Humus und somit auch keine fruchtbaren Böden.


  • In Mitteleuropa gibt es rund 20 Hauptbodentypen. Diese unterscheiden sich vor allem in Nährstoffgehalt, Humusanteil oder Größe der mineralischen Anteile.

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