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Donnerstag, 17.05.2012
Galaxien als kosmischer Multimix
Antennengalaxie und "Stephans-Quintett"

Verschmelzung zweier Galaxien 
Verschmelzung zweier Galaxien
© NASA/STScI  Verschmelzung zweier Galaxien
Vorgänge wie das Verschmelzen zweier Galaxien im Falle von NGC 5128 gelten als echter kosmischer Kannibalismus. Für ihn gibt es viele interessante Beispiele. Sie lassen die Nachwirkungen des gigantischen Mahls deutlich erkennen, in Form gestört wirkender Galaxien, verzerrter und durchwühlter Systeme, bei denen beispielsweise Spiralarme geradezu wie »ausgerenkt« ins All hinein ragen, lang gezogen auf der Streckbank der Gravitationsgewalten beider Kollisionspartner.

Wenn ganze Bögen bestehend aus Sternen bei nahen Begegnungen aus den betroffenen Welteninseln gerissen wurden, sprechen Astronomen von »Antennen-Galaxien« - wobei der eigentliche Namensgeber das faszinierende System NGC 4038 und 4039 in knapp 50 Millionen Lichtjahren Distanz ist. Vor allem in engen Galaxiengruppen finden sich massiv gestörte Milchstraßen. Mitten im Galaxienhaufen Abell 2199 »kaut« das mit drei Millionen Lichtjahren Durchmesser immens große System NGC 6166 gleich an drei unglücklichen Opfern, kleinere Galaxien, die der Riese nach kosmischen Maßstäben bemessen erst »unlängst« verschlungen hat.

 Antennengalaxie
Antennengalaxie
© NASA/STScI  Antennengalaxie
Auch das 270 Millionen Lichtjahre entfernte »Stephans-Quintett« im Sternbild Pegasus wird von massiven Umformungen heimgesucht. Die Fünfergruppe von Galaxien wurde erstmals im Jahr 1877 von dem französischen Astronomen Edouard Stephan gesehen, später nach ihm benannt und schließlich den so genannten »Kompakt-Gruppen« zugeordnet. 1982 stellte der Kanadier Paul Hickson einen Katalog von rund 100 solchen Objekten auf; er ist sozusagen der »Messier« der Kompakt-Gruppen, die daher auch als »Hickson Compact Groups« bekannt sind. Das »Quintett« findet sich darunter als die Nummer 87.

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