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Freitag, 10.02.2012
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Das Wichtigste in Kürze

  • Schon seit 1.500 Jahren wird dem schottischen See Loch Ness ein "Bewohner" nachgesagt. Zunächst nur in Legenden und unter den örtlichen Fischern verbreitet, hat "Nessie" seit 1930 nationale und internationale Berühmtheit erlangt.


  • Heute gibt es mehr als 4.000 vermeintliche "Nessie-Sichtungen". Gesehen haben wollen die Zeugen meist entweder einen oder mehrere "Buckel" oder aber einen langgestreckten Hals mit kleinem Kopf, der aus dem Wasser ragt.


  • Seit den 1960er Jahren untersuchen auch Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen den See und Forschen nach biologischen oder physikalischen Erklärungen für diese Beobachtungen. Neben Studien zur Geologie und Ökologie des See wurde dabei auch gezielt nach Spuren den "Seeungeheuer" gefahndet.


  • Die meisten Sichtungen lassen sich auf physikalische Effekte wie Bootswellen, Luftspiegelungen und vertikale Verzerrungen durch Luftschichtgrenzen zurückführen. Auch Treibgut oder startende bzw. auf dem Wasser rastende Vögel wurden verschiedentlich als unbekanntes Objekt gedeutet.


  • Bis heute haben weder optische Instrumente wie automatische Über- und Unterwasserkameras noch Sonaruntersuchungen zu einem eindeutigen Ergebnis geführt. Viele anfänglich als "Nessie" interpretierten Sonarkontakte haben sich mittlerweile als Interferenzen, Treibgut oder Fischschwärme herausgestellt.


  • Eine mögliche Erklärung für die dennoch aussergewöhnlich vielen Sichtungen sehen Wissenschaftler im Phänomen der "Seiche", einer stehenden Welle, die unter bestimmten Wetterbedingungen zu Turbulenzen zwischen der oberen warmen Wasserschicht des Sees und dem kalten Tiefenwasser führt. An der Oberfläche ist diese Seiche nicht als Welle zu erkennen, kann aber ungewöhnliche Strömungen und Phänomene hervorrufen.


  • Als biologische Kandidaten für eine "Nessie" sind überlebende Plesiosaurier nach Ansicht der Forscher ebenso unwahrscheinlich, wie vorzeitliche Walverwandte, die Zeuglodons. Für durchaus möglich halten sie aber, dass ungewöhnlich große Störe ab und zu aus dem Meer über den River Ness in den See einwandern und dort als Nessie gesichtet werden.

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