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Samstag, 24.02.2018
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Von Bomben, Asche und Lavafetzen

Förderprodukte des Vulkans

Tuff


Die bei der Effusion geförderten Lockergesteine setzen sich aus unterschiedlichen Gesteinsgrößen zusammen, wie z. B. Asche, Lavafetzen und Gesteinstrümmer. Durch Rotieren während des Fluges nehmen die noch heißen Schmelzen rundliche, gedrehte oder spindlige Formen an. Die abgelagerten und verfestigten Auswurfprodukte werden als Tuff bezeichnet, was soviel heißt wie poröser Stein.

Die Bestandteile des Tuffs haben je nach Größe verschiedene Namen: Lapilli sind etwa nußgroße Steinchen, Blöcke sind größere, eckige Auswürflinge und Bomben sind große, spindlige Blöcke.

Besteht der Tuff fast nur aus Asche, kann er sich zu meterhohen Schichten auftürmen und ganze Landschaftsräume bedecken. Verfestigt sich das der Tuff mit der Zeit, so wird er Tuffstein genannt.

Gesteinsgläser


Im Falle einer sehr schnellen Abkühlung, entsteht aus gasarmer Lava ein kompaktes Gesteinsglas. Ein solches vulkanisches Glas ist der Obsidian. Seine Struktur erhält er dadurch, daß die Gase nicht entweichen können und weiterhin im Gestein verbleiben. Der Obsidian wurde wegen seiner Scharfkantigkeit in der Steinzeit zur Herstellung von Waffen und Arbeitsgeräten verwendet.

Bei gasreicher, zähflüssiger Lava entsteht bei schneller Abkühlung Bimsstein. Dieser besitzt ein Porenvolumen von bis zu 85 Prozent. Durch eine plötzliche Druckentlastung an der Erdoberfläche wandern die Gase aus und bewirken die vielen Hohlräume im Gestein. Dadurch schwimmt der Bimsstein auf dem Wasser.

Gase


Vulkanische Gase präsentieren sich in der unterschiedlichsten Form. Die Exhalation ist die zurzeit noch einzige vulkanische Tätigkeit des Vulkanismus in der Eifel. So wird die in sogenannten Säuerlingen geförderte Kohlensäure mit Quellwasser versetzt und schafft damit die wirtschaftliche Grundlage für die Mineralwasserproduktion in dieser Gegend.

Ganz anders verhält es sich in Java, wo im Bereich des Mount Ijen die Ablagerungen des Schwefeldampfes gewonnen werden. In mühevoller Arbeit bauen die nur durch Stoffreste vor Mund und Nase geschützten Arbeiter bis zu zehn Tonnen Schwefel täglich ab. Gasreiche Vulkanexplosionen bilden bis zu 30 Kilometer hohe Rauchsäulen und können durch langlebige Aerosolwirkstoffe das Klima nachhaltig beeinflussen.

Vulkanische Gase können hochgiftig sein. So entwich 1986 aus dem Nios-Kratersee in Kamerun Giftgas und tötete 2.000 Menschen.

Die Glutwolke

Die Glutwolke

Glutwolken


Glutlawinen gehören zu den gefährlichsten vulkanischen Phänomenen. Sie bestehen aus einem Gemisch von Asche und vulkanischem Gas, das dichter als die Atmosphäre ist. Diese können sich mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Kilometer pro Stunde hangabwärts bewegen und treten etwa bei der Hälfte aller Vulkanausbrüche auf. Am verheerendsten von allen auf der Erde vorkommenden Naturkatastrophen sind wohl die auch in der jüngeren Erdgeschichte wiederholt aufgetretenen "Ignimbrit-Eruptionen".

Hierbei breiten sich Glutwolken mit Geschwindigkeiten von vermutlich bis über 500 Kilometer pro Stunde über Gebiete von mehreren hundert Kilometern Durchmesser aus. Die Glutwolken selbst sind so heiß, daß glutflüssige Partikel vom Himmel regnen und auf der Erdoberfläche zu einer durchgehenden Gesteinsdecke erstarren. Eine der schlimmsten Katastrophen dieser Art ereignete sich am 8.Mai 1902 beim Ausbruch des Mt. Pelée auf Martinique, als durch eine Glutwolke die 30.000 Einwohner der Stadt Saint-Pierre ums Leben kamen. Lediglich zwei Einwohner überlebten die Katastrophe.

Stand: 19.01.2000
 
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