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Freitag, 10.02.2012
Auf allen Kontinenten und zu allen Zeiten...
Große Eruptionen im Überblick

Vesuv (Italien)
Für die Römer kommt der Ausbruch des Vesuv im Jahre 79 n. Chr. vollkommen unerwartet, denn der Feuerberg gilt seit Jahren als erloschen. Bei seinem Ausbruch stößt der Vulkan riesige Rauchwolken aus. Drei Städte werden unter einer sieben bis neun Meter dicken Aschenschicht begraben. Die herabregnende Asche ist glühend heiß, so dass die meisten Menschen fast augenblicklich beim Einatmen sterben.

Ätna (Italien)
Am 11. März des Jahres 1669 ereignet sich ein dramatischer Ausbruch am Ätna. Angekündigt von einigen Erdbeben öffnet sich an diesem Tag eine 12 Kilometer lange Spalte, aus der Lava herausquillt. Die Lavaströme erreichen die Stadt Catania und zerstören sie. Auch heute noch ist der Ätna aktiv. Sein letzter größerer Ausbruch fand 1993 statt.

Tambora (Indonesien)
Der Ausbruch des Tambora im Jahr 1815 ist einer der stärksten in der Geschichte. Er hat ein "Jahr ohne Sommer" als Folge. Riesige Aschenmengen werden in die Atmosphäre gestoßen und die Temperaturen sinken. Bei diesem Ausbruch sterben viele Menschen in heißen Aschenwolken oder weil sie direkt von herausgeschleuderten Trümmern getroffen wurden. Über 80.000 Menschen sterben aber an der Hungersnot und den Krankheiten, die auf den schweren Ausbruch folgen.

Krakatau (Indonesien)
Beim Ausbruch des Krakatau 1883 wird die Hälfte der gleichnamigen Insel in die Luft gesprengt. Der Donnerschlag der Explosion ist noch in 5.000 Kilometern Entfernung zu hören. Durch die Wucht der Explosion entsteht eine riesige, fast 40 Meter hohe Flutwelle, die die umliegenden Inseln überflutet. Von der ehemals großen Vulkaninsel bleiben nur drei kleine Eilande und ein "Kind des Krakatau" genannter Vulkanschlot erhalten.

Mont Pelée (Martinique)
Am 8. Mai 1902 bricht der Mont Pelée auf Martinique aus. Die Bewohner der unterhalb des Vulkans gelegenen Stadt St. Pierre haben keine Chance. Eine Lawine aus glühend heißer Asche und Gas überrollt die Hafenstadt - 36.000 Menschen sterben.

Mt. St. Helens (USA)
Am 18. Mai 1980 bricht der Mount St. Helens im US-Bundesstaat Washington nach einer langen Ruhephase aus. Nach einem Erdstoß rutscht der nördliche Bereich des Gipfel den Hang hinab. Seitlich aus dem Berg schießt eine gewaltige Dampfwolke heraus. Asche- und Gaswolken werden bis zu 18 Kilometer hoch in den Himmel gestoßen. Eine glühendheiße Lawine aus Staub und Gas rast mit einer Geschwindigkeit von 600 Kilometer pro Stunde den Berg hinunter. Sie zerstört alles, was ihr in den Weg kommt. 500 Quadratkilometer Land wurden total verwüstet.

Nevado del Ruiz (Kolumbien)
1985 bricht der über 5.000 Meter hohe und ständig von Schnee und Eis bedeckte Nevado del Ruiz aus. Obwohl die Explosion nicht besonders stark ist, geht von dem Berg eine extreme Gefahr aus. Die Schnee- und Eismassen am Gipfel beginnen zu schmelzen, vermischen sich mit Böden und Geröll und schießen die Hänge herunter. Diese Schlammströme erreichen die Stadt Armero und reißen die Menschen in den Tod.

Merapi (Indonesien)
Der Merapi auf der Insel Java ist ein besonders aktiver Vulkan. In regelmäßigen Abständen - ungefähr alle fünf bis zehn Jahre - kommt es zu mehr oder weniger starken Ausbrüchen. Bei diesen Explosionen rast dann eine gefährliche Mischung aus Gas und losem vulkanischen Material bergab. So geschah es auch 1932. Damit in Zukunft Vulkanausbrüche besser vorhergesagt werden können, untersuchen Wissenschaftler den Merapi besonders intensiv.

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