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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Hauptaufgabe des Blutes ist der Sauerstofftransport von den Lungen zu den verschiedenen Geweben. Gleichzeitig dient es aber auch als Entsorger für Kohlendioxid und Gifte sowie dem Abwehrkampf gegen fremde Zellen und Eindringlinge.


  • Im Blut selbst tummelt sich eine Vielzahl von spezialisierten Zellen: rote Blutkörperchen transportieren den Sauerstoff. Weiße Blutkörperchen sind Bestandteil des Immunsystems. Blutplättchen sind an der Blutgerinnung beteiligt.


  • 1901 entdeckte Karl Landsteiner das AB0-System der Blutgruppen. Dabei handelt es sich um Unterschiede in der Proteinzusammensetzung an der Zelloberfläche der roten Blutkörperchen. Bei Bluttransfusionen ist es wichtig, dass der Patient Blut einer Blutgruppe erhält, die sich mit seiner verträgt. Auch das Vorhandensein oder Fehlen des Rhesusfaktors ist für die Verträglichkeit von Fremdblut entscheidend.


  • Die Blutgerinnung verhindert das unkontrollierte Ausbluten von offenen Wunden. Genetisch bedingte Fehler bei den Akteuren führen zu lebensbedrohenden Komplikationen wie beispielsweise der Bluterkrankheit.


  • Neben anderen Krankheitserregern können sich vor allem auch Hepatitisviren über die Blutbahn ausbreiten. Problematisch ist die lange Zeit zwischen Ansteckung und den ersten Symptomen, die viele Infizierte in Unkenntnis lässt. Kommt die Krankheit dann zum Ausbruch, kann es in akuten Fällen zur Zerstörung der Leber kommen.


  • Seit einigen Jahren ist auch das West-Nil-Fieber in der westlichen Welt zum Problem geworden. Übertragen wird es durch eine Mücke. Hat das Virus erst einmal die Blut-Hirn-Schranke überwunden, kann es eine Hirnhautentzündung auslösen.


  • Sichelzellenanämie kommt durch eine Mutation am Hämoglobin-Gen zustande. Als Folge wandeln sich die roten Blutkörperchen in sichelförmige Gebilde um und verstopfen die Kapillaren.


  • Die Tropenkrankheit Malaria wird durch die Anopheles-Mücke übertragen. Die Erreger dringen in die roten Blutkörperchen ein und vermehren sich dort rasant. Die immer wiederkehrenden Fieberschübe treten auf, wenn die Tochterzellen explosionsartig freigesetzt werden.


  • Das HI-Virus, Verursacher der Immunschwäche AIDS, attackiert die weißen Blutkörperchen und setzt nach einer Latenzzeit von bis zu zehn Jahren das Immunsystem außer Kraft. Dadurch werden die Patienten anfällig für Infektionen, die ein intaktes Immunsystem abwehren würde. Trotz intensiver Bemühungen können die Forscher AIDS bis heute noch nicht heilen.


  • Bei Leukämie-Patienten kommt es durch DNA-Mutationen in den Stammzellen zu einer unkontrollierten Vermehrung von weißen Blutkörperchen im Knochenmark. Die Masse an funktionsunfähigen Leukämiezellen verdrängt die intakten Stammzellen und führt zu einem Mangel an allen Blutzellen. Mit Chemotherapie und Stammzellentransplantationen gehen die Ärzte gegen die Krankheit vor.

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