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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Ekel ist eine der Basis-Emotionen des Menschen.


  • Bereits Säuglinge empfinden Ekel - etwa beim Geruch von faulen Eiern. Die Fähigkeit, sich zu ekeln, ist also angeboren.


  • Daneben gibt es aber auch erlernten Ekel. So lehnen wir es ab, bestimmte Tiere zu essen. In anderen Kulturen dagegen stehen Insekten, Schlangen oder Hunde auf dem Speiseplan.


  • Etwa im Alter von zwei Jahren lernen Kleinkinder von ihren Eltern, was sie essen dürfen und was nicht. In dieser Phase können auch Ängste, etwa vor Hunden oder Spinnen, entstehen.


  • Der Ekel vor verdorbenen Speisen stellt eine Anpassung des Allesfressers dar. Da diese eine relativ große Gefahr haben, sich zu vergiften, meiden sie faule oder sehr bittere Lebensmittel.


  • Schwangerschaftsübelkeit bewahrt das ungeborene Kind vor giftigen Substanzen, die die Mutter zu sich nehmen könnte. Gerade in der kritischen Phase der Organentwicklung nehmen werdende Mütter Gerüche intensiv wahr und haben eine niedrigere Ekel-Schwelle.


  • In der Medizin können zum Teil als eklig empfundene Behandlungsmethoden gute Erfolge erzielen: Blutegel, eine Behandlung mit Fliegenmaden oder Eigenurintherapie sind einige Beispiele dafür.

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