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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wüste Gobi liegt im Herzen Zentralasiens in einem großen geologischen Becken, das von zahlreichen Gebirgszügen begrenzt wird. Der nördliche Teil der Wüste gehört zur Republik Mongolei, der südliche zur Volksrepublik China.


  • Das Klima in der rund 1,5 Millionen Quadratkilometer großen Gobi ist geprägt von großen Temeraturschwankungen im Jahresverlauf (bis zu 80 oder 90 °C) und extremer Trockenheit (Regenmaxima liegen bei 100 bis 200 mm im Jahr).


  • Trotz 260 Sonnentagen im Jahr fegen häufig gewaltige Stürme durch die Wüste, die große Mengen an Sand in vielen Regionen Chinas abladen.


  • Die Gobi ist keine reine Sandwüste. Stein- und Geröllregionen, Sümpfe und Salzseeen und vor allem gigantische, von Nomaden durchstreifte Grassteppengebiete geben der Gobi ein unverwechselbares Aussehen.


  • Trotz der lebensfeindlichen Bedingungen beherbergt die Gobi eine außergewöhnliche Tierwelt, zu der unter anderem das "baktrische" Kamel - eine Art, die ihren Durst sogar mit Salzwasser löschen kann -, der Schneeleopard oder die Gobi-Bären gehören.


  • Spätestens seit Beginn der 1920er Jahre, als im mongolischen Teil der Gobi zahlreiche gut erhaltene Fossilien von Dinosauriern und frühen Säugern gefunden wurden, hat sich die Wüste zum Mekka der Wissenschaftler entwickelt.


  • Heute stehen neben den Dinosaurier unter anderem auch die Megadünen und "Wunderseen" in der Badain Jaran Shamo im Mittelpunkt des Interesses der Forscher.


  • Deutsche und chinesische Wissenschaftler versuchen im Rahmen eines umfangreichen DFG-Forschungsprojektes auch zu rekonstruieren, wie sich Klima und Umwelt in der gewaltigen Wüste während der verschiedenen Epochen der Erdgeschichte verändert haben.


  • Abholzung der Wälder und Überweidung der Grasteppen in der Gobi-Region haben dazugeführt, dass die Wüste sich immer weiter ausbreiten kann. Mittlerweile ist sie bis auf 70 Kilometer an die Hauptstadt Peking herangerückt und bedroht unter Umständen sogar die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2008.
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