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Sonntag, 30.04.2017
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Goldfieber in Graubünden

Der Hype nach den spektakulären Edelmetallfunden

Goldwäscher-Camp

Seit den spektakulären Goldfunden hat sich in der ehemals so ruhigen und beschaulichen Surselva vieles verändert. Neben vielen semi-professionellen Goldwäschern, die auf der Suche nach glänzenden Metall in die Region strömen, hat auch viele Urlaubsgäste das Goldfieber gepackt.

In den Sommermonaten von Mai bis Oktober läuft die Tourismusindustrie auf vollen Touren. Zahlreiche Anbieter aus der näheren und weiteren Umgebung bieten Exkursionen für Einzel- oder Gruppenreisende an - Goldwaschkurs bei einem professionellen "Animateur" inklusive.

Richtig los ging der Hype um das Gold im Kanton Graubünden aber erst im Jahr 2000. Im Herbst war einem Schürfer in den Bergen rund um Disentis - wo genau wird aus verständlichen Gründen bisher geheimgehalten - ein für Europa sensationeller Berggoldfund gelungen. Die ergiebige Ader im Gestein lieferte Gold mit einem Gewicht von 1,4 Kilogramm. Wert: 250.000 Schweizer Franken.

Goldrausch in den Alpen


Während die Bildzeitung und die Schweizer Blick, ja sogar die dpa bereits einen möglicherweise unmittelbar bevorstehenden "Goldrausch" in den Alpen witterten, war der Goldreichtum der Gegend Fachleuten bereits seit längerem bekannt.

Eine kanadische Firma hatte mehr als 15 Jahre vorher bereits zahlreiche Bohrungen in der Region durchführen lassen, die an verschiedenen Stellen einen Goldanteil pro Tonne Erz von bis zu 17 Gramm ergaben. Zum Vergleich: In Südafrika, einem der goldreichsten Land der Erde, werden bereits Lagerstätten mit drei bis fünf Gramm Gold pro Tonne wirtschaftlich ausgebeutet.

Bis der Goldabbau in der Schweiz aber auch nur ansatzweise südafrikanische Dimensionen erreicht, wird es jedoch noch ein Weilchen dauern. Trotz der positiven Ergebnisse verzichtete die kanadische Firma jedenfalls bisher auf eine kommerzielle Ausbeutung der Vorräte. Sie werden wissen, warum. Wenn sich nicht doch noch ein Großinvestor findet, bleibt die Region wohl auch in Zukunft fest in der Hand von Abenteurern, Hobbydiggern und Goldwaschtouristen. Na dann Glückauf oder "full pan" wie man in Goldwäscherkreisen sagt...

Stand: 29.04.2005
 
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