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Donnerstag, 17.05.2012
Ackerbauer und Viehzücher...
So fing alles an

Auch das riesige Los Angeles hat mal klein angefangen, und so war die Gründung 1781 durch 44 brave spanische Missionare verhältnismässig unspektakulär, wenn man das unübersehbare Gewirr von Häusern und High- und Freeways der heutigen Zeit im Hinterkopf hat.

In den ersten Jahrhunderten prägten Ackerbau und Viehzucht das Leben der wenigen Menschen in Los Angeles. Während dort 1850 aufgrund fehlender Industrie und dem Mangel an einem richtigen Hafen kaum 1.600 Menschen lebten, boomte San Francisco bereits. Goldgräber strömten in die Stadt, und so konnte San Francisco schon 35.000 Einwohner verzeichnen.

Erst am Ende des 19. Jahrhunderts, hervorgerufen durch den Anschluss an das amerikanische Eisenbahnnetz (1876), nahm die Bevölkerungszahl von L.A. rapide zu, so dass um die Jahrhundertwende mehr als 100.000 Menschen in L.A. lebten. Angelockt durch die vielversprechenden Berichte der Angelenos von Sonnenschein gratis, postkartenblauem Himmel, gesunder Luft und einer üppigen Vegetation - vorausgesetzt es stand genügend Wasser für die Bewässerung zur Verfügung - folgten immer mehr Siedler dem Ruf an die Westküste der USA.
So wurde aus dem größeren Dorf Los Angeles innerhalb von nur vier Jahrzehnten eine stark verstädterte Region mit mehr als einer Million Einwohnern.

Dieses wildwuchernde Territorium allerdings als Stadt im europäischen Sinne, das heißt als Zentrum für Handel, Industrie und Dienstleistungen, zu bezeichnen, wäre nicht zutreffend. Denn in bezug auf Los Angeles war es das alleinige Versprechen, genügend frische Luft und Platz für ein eigenes Haus mit Garten vorzufinden, was die Siedler anlockte.

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