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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Phytohormone steuern im wechselseitigen Zusammenspiel Wachstum, Stoffwechsel und Entwicklung bei Pflanzen. Sie nehmen großen Einfluss bei der Anpassung an sich ändernde Umweltbedingungen.


  • Phytohormone sind winzige Moleküle, die in geringen Mengen große Wirkung zeigen.


  • Zu den bekannten Phytohormonen gehören Auxin, Gibberellin, Cytokinin, Abscisinsäure und Ethylen. Zu den weniger bekannten zählen Jasmonsäure und Brassinosteroide.


  • Auxin begünstigt das Streckungswachstum, die Zellteilung, die Fruchtbildung und die Ausbildung von Seitenwurzeln.


  • Gibberelline fördern das Streckungswachstum, daher werden Hemmstoffe der Gibberellin-Synthese gerne in der Praxis eingesetzt, um die Standfestigkeit von Getreide zu erhöhen. Bei der Keimung löst Gibberellinsäure die Bildung von speicherstoffspaltenden Enzymen aus. Gibberelline können zur Keimung wichtige verschiedene Außenreize wie niedrige Temperatur oder Licht ersetzen.


  • Cytokinine steigern die Zellteilung und verzögern den Alterungsprozess. Auch auf die Samenkeimung haben sie einen fördernden Einfluss.


  • Abscisinsäure veranlasst den Blatt- und Fruchtfall und steuert die Knospenruhe. Sie reguliert die Samenreifung und Samenruhe. Eine sehr wichtige Rolle spielt Abscisinsäure in Zusammenhang mit Wassermangel. Sie steuert das Schließen der Spaltöffnungen. Auch in anderen kritischen Situationen wie Kälte-, Salzstress oder bei Verletzungen fördert sie die Proteinbiosynthese von so genannten Stressproteinen.


  • Ethylen ist ein gasförmiges Phytohormon, das die Fruchtreife auslöst. Einmal freigesetzt wirkt es auf alle Früchte, mit denen es in Kontakt kommt, was auf Langstreckentransporten ein Problem darstellt.


  • Jasmonsäure spielt bei der Abwehr von Fressfeinden eine Rolle, indem es die Bildung von verschiedenen Substanzen auslöst, die schädlich für die Pflanzenfresser sein können.


  • Brassinosteroide stimulieren das Wachstum und stärken in geringen Mengen die Pflanze gegen Stressfaktoren.


  • Florigen ist ein Hormon, von dessen Existenz die Forscher zwar überzeugt sind, jedoch ist es noch nicht gelungen, es zu isolieren. Es soll den Pflanzen das Signal zum Blühen geben.


  • Die natürliche Wirkung von Phytohormonen oder deren Hemmstoffen wird in der Landwirtschaft gerne als Herbizid oder zur Wachstumsförderung eingesetzt.

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