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Dienstag, 17.07.2018
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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Je giftiger, desto besser, so scheint das Motto vieler Tiere zu sein. Im Rahmen der Jahrmillionen haben sie immer ausgeklügeltere Varianten und hochdosiertere Substanzen entwickelt, um mögliche Beutetiere zu töten oder sich gegen Fressfeinde effektiv zur Wehr zu setzen.


  • Kaum ein Gift im Tierreich gleicht dabei dem anderen. Zwar steht am Ende einer Giftattacke häufig der Tod des Opfers, doch welche Substanz dafür verantwortlich ist und wie es zu der Lähmung der Muskulatur oder dem Herzstillstand kommt, ist auch heute noch manchmal unklar.


  • Durch die systematische Analyse der Gifte und das anschließende konsequente Durchtesten der verschiedenen Bestandteile haben Forscher mittlerweile bei einigen Giften aber einen Überblick über ihre Wirkungsweise bekommen.


  • Starke Nervengifte gehören zu den artspezifischen Wirkstoffgemischen der Tiere genauso dazu, wie Substanzen, die Zellen und Gewebe zerstören oder Verdauungsenzyme, die das Opfer einfach auflösen.


  • Doch so wirkungsvoll die chemische Waffen vieler Tiere auch sein mögen, meist entwickelt sich im Laufe der Evolution irgendwann eine Spielart der Natur, die gegen das sonst so tödliche Gift immun ist. Manche Arten haben durch Anpassung aber auch geeignete Panzer oder Schutzschilder entwickelt, um sich vor dem Gebissen werden und dessen Folgen zu schützen.


  • Im Laufe der Jahrmillionen hat sich so eine Art „Rüstungswettlauf“ entwickelt, bei dem mal die Gifttiere, dann wieder ihre potentielle Opfern einen Vorsprung haben. Gelegentlich entstehen innerhalb dieses dauernden Anpassungsprozesses auch völlig neue Arten.


  • Tierische Giftmischer verwenden viele verschiedene Verfahren und Strategien, um ihren Widersachern die brisanten Cocktails zu verabreichen. Speikobras beispielsweise brauchen für ihre Attacken nicht einmal in die unmittelbare Nähe des Opfers zu kommen. Zum Teil aus mehreren Metern Entfernung spucken sie ihr Gift dem Angreifer mitten ins Gesicht.


  • Andere Tiere wie die Pfeilgiftfrösche tragen ihre Toxine dagegen direkt auf der Haut und verderben so jedem Angreifer den Appetit. Einige Fische wie der Rotfeuerfisch verfügen dagegen über Gift“strahlen“. Viele Insekten nutzen beim Kampf ums Dasein einen Giftapparat, der aus Stachel, Giftblase und Giftdrüse besteht.


  • Häufig sind es umgewandelte Speicheldrüsen, die die "Arbeit" der Giftproduktion übernommen haben. Manchmal jedoch stammen die Toxine auch aus der Nahrung der Tiere und werden anschließend im Körper angereichert. Gelegentlich beschäftigen Gifttiere sogar „Untermieter“, wie Bakterien oder Algen die die brisanten Giftcocktails für sie herstellen.


  • Viele tierische Toxine sind mittlerweile ins Visier der Forscher gelangt. Sie hoffen einige der darin enthaltenen Wirkstoffe nutzen zu können, um Epilepsie zu bekämpfen, Neurodermitis zu lindern oder Herzrhythmus-Störungen zu beseitigen.


  • Australische Forscher haben beispielsweise aus dem Gift der Kegelschnecken eine Substanz extrahiert, die möglicherweise die chronischen Schmerzen von Krebs- oder Aidspatienten abmildern kann. ACV1 unterbricht die Reizweiterleitung im peripheren Nervensystem und verhindert so, dass die Schmerzsignale im Gehirn ankommen.
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Stand: 18.03.2005
 
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