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Freitag, 10.02.2012
Haufenweise Sternentstehung
Computer als Hilfsmittel der Astronomen

Ein Stern entsteht nicht allein. Aus einer Molekülwolke bildet sich in der Regel ein Haufen von mehreren hundert bis einigen tausend Sternen, die miteinander in Wechselwirkung treten und um denselben Gasvorrat konkurrieren. Dadurch ergibt sich ein hochgradig dynamisches und chaotisches Bild der Sternentstehung.

Protstern HH-34 stößt Gasjets aus 
Protstern HH-34 stößt Gasjets aus
© NASA/STScI
Eine vollständige theoretische Beschreibung des Prozesses ist daher nur im statistischen Sinne möglich. Insgesamt jedoch weisen alle jungen Sternhaufen sehr ähnliche Eigenschaften auf. So ist die Verteilung der Sternmassen in allen Haufen in etwa dieselbe, und man findet fast immer die massereichsten Sterne im Zentrum des Haufens vor.

Es ist inzwischen unumstritten, dass sich Sterne durch den Kollaps von interstellaren Molekülwolken bilden. Viele Details des Sternentstehungsprozesses sind allerdings nach wie vor ungeklärt oder werden kontrovers diskutiert, wie etwa der Einfluss von Magnetfeldern oder die Frage, wodurch die Sternentstehung in einer bestimmten Region ausgelöst wird und wodurch sie dort wieder endet. Auf Grund der - für menschliche Verhältnisse - langen Zeitskalen und weil sich Sterne in nahezu undurchdringlichen Gas- und Staubwolken bilden, kann man den Prozess der Sternentstehung nicht »live« mitverfolgen.

Was macht man nun, um die Theorien zu überprüfen? Wie so oft in der modernen Astrophysik kommen einem leistungsfähige Computer zu Hilfe. Man versucht also, den Vorgang der Sternentstehung in Computersimulationen nachzuvollziehen. Im Gegensatz zu früheren Ansätzen wird dabei nicht mehr nur ein einzelner, isolierter Stern betrachtet, sondern, was der Realität wesentlich näher kommt, ein ganzer Sternhaufen, der sich aus einer kollabierenden Gaswolke bildet.

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