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Freitag, 10.02.2012
Was Darwin auf den Inseln entdeckte...
Endemische Tierwelt

Die endemische, nur auf der Insel vorkommende Tier- und Pflanzenwelt der Galápagos-Inseln ist überschaubar. Im Laufe seines doch recht kurzen Aufenthaltes konnte er einen Großteil der Tierwelt und über die Hälfte der endemischen Pflanzen erfassen

Es herrschen klare Verhältnisse auf den 14 Inseln. Das Archipel ist jung, vulkanischen Ursprungs, isoliert und die Lebensbedingungen sind kleinräumig differenziert und zum Teil extrem. Das "Labor der Evolution" lieferte Darwin überschaubar alles was er für die Entwicklung der Selektonstheorie benötigte.

Riesenschildkröten
 Riesenschildkröte
Riesenschildkröte
© IMSI MasterClips
Riesenschildkröten, die einen sattelähnlich aufgebauten Panzer haben, gibt es auf verschiedenen trockenen Inseln des Archipels. Der Hals kann für ein so behäbig erscheinendes Tier erstaunlich weit vorgestreckt werden. So gelangt das Tier auch an schwerer zu erreichende Nahrungsquellen.

Insgesamt 13 Arten dieser gewaltigen Kolosse beherbert das Archipel heute noch. Auch die Riesenschildkröten weisen erstaunliche Anpassungen an ihren Lebensraum auf. Auf extreme Trockenheit eingestellt, können sie Wochen und sogar Monate ohne Nahrung und Wasser überleben, da sie in ihrem Körper große Vorräte an Wasser und Fett deponieren können.

Langlebigkeit und Gewicht sind daneben ihre hervorstechendsten Eigenschaften. Bis zu 350 Kilogramm schwer kann solch ein bepanzerter Riese werden und bei entsprechender Lebensführung ein geschätztes Alter von bis zu 200 Jahren erreichen - wahrhaft biblisch.

Tölpel
Von den weltwelt neun auftretenden Tölpelarten bewohnen drei die Galápagos-Inseln: der Blaufuß-, der Rotfuß- und der Maskentölpel. Diese Vögel sind geschickte Jäger, die aus großen Höhen wie ein Geschoß auf eine einmal erspähte Fischbeute abstürzen, sind liebevoll im Umgang mit dem Partner und umsichtige Eltern.

Blaufußtölpel 
Blaufußtölpel
© IMSI MasterClips
Warum dann also die Trivialbezeichnung Tölpel, die im englischen mit "boobies" - Einfaltspinsel - ihre Entsprechung findet? Diesen diskriminierenden Namen werden sie wohl ihrer Arglosigkeit und Neugierde zu verdanken haben, mit denen sie ihren wenig wohlmeinenden Namensgebern entgegengetreten sind.

Die Nahrungsreviere haben die Tölpel sauber untereinander aufgeteilt. Die Rotfußtölpel fischen in küstennahen Bereichen, die meist etwas größeren und kräftigeren Maskentölpel in den Gewässern zwischen den Inseln. Die Blaufußtölpel dagegen können am tiefsten eintauchen und wagen sich auf Beutezügen sogar auf das freie Meer hinaus. Die Nahrungsnischen zwischen den Arten sind klar definiert, jeder könnte mit seinen Fischereirechten zufrieden sein, ... wenn es nicht die Fregattvögel gäbe.

Fregattvögel
Die Fregattvögel sind die Piraten der Lüfte, extrem fluggewandt und nicht minder geschickt darin, andere erfolgreiche Fischer so lange zu drangsalieren, bis diese die mitgebrachte Beute hervorwürgen oder fallenlassen. Dabei sind sie Leichtgewichte. Bei einer Flügelspannweite von bis zu zweieinhalb Metern bringen die erwachsenen Vögel nur zweieinhalb Kilogramm auf die Waage.

Zwei Arten sind auf den Galápagos-Inseln beheimatet, der Bindenfregattvogel und der Prachtfregattvogel. Zur Balzzeit geraten die schwarzen Männchen beim Anblick jedes Weibchens in helle Aufregung, füllen ihren leuchtend roten Kehlsack und zeigen sich so von ihrer besten Seite...bis sich eine für ihn entscheidet.

Nur die erwachsenen männlichen Fregattvögel besitzen den auffällig roten Kehlsack. Die Jungtiere weisen zunächst ein noch helles Jugendkleid auf, das allmählich durch das schwarzglänzende Gefieder ersetzt wird.

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