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Donnerstag, 24.05.2018
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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Satelliten werden hauptsächlich für drei große Aufgabengebiete in den Orbit geschossen. Zur Erforschung des Weltall, zur Erdbeobachtung oder zur Kommunikation.


  • Um nicht in der Atmosphäre durch Luftreibung an Geschwindigkeit zu verlieren, müssen sich alle Satelliten in Höhen bewegen, die keine Atmosphäre mehr enthalten. Dies ist in Höhen oberhalb von 300 Kilometern der Fall.


  • Der Nutzen von Satelliten, die zur Erdbeobachtung eingesetzt werden, ist vielfältig: Wettersatelliten zum Beipsiel sind eine nicht mehr wegzudenkende Quelle für Vorhersagen, wo und wann tropische Stürme, Hurrikane, Überflutungen, Zyklone, Flutwellen und sogar Waldbrände zuschlagen.


  • Wissenschaftliche Satelliten spähen in die Weiten des Weltraums hinaus. Die Daten, die sie sammeln, geben den Forschern wertvolle Informationen über die Erde und das Universum.


  • Durch wissenschaftliche Satelliten können wir einiges über die Entstehung des Universums lernen. 1992 entdeckte ein Satellit der NASA minimale Temperaturschwankungen in der kosmischen Hintergrundstrahlung, einem Relikt des Urknalls, der Explosion, mit der die Existenz des Weltalls vor 15 Milliarden Jahren begann.


  • Der erste privat ins All geschossene Kommunikationssatellit war Telstar 1 der amerikanischen Telefongesellschaft AT&T. Er konnte Telefongespräche zwischen Amerika und Europa vermitteln. Heutzutage ist es selbstverständlich, dass überall auf der Welt ein Telefon angeschlossen werden kann und Gespräche in alle Orte der Erde geführt werden können.


  • Der Minisatellit "Champ" observiert aus einer Höhe von 460 Kilometern das Gravitations- und Magnetfeld der Erde. Dadurch sollen neben den räumlichen Verteilungen beider Felder auch zeitliche Veränderungen aufgedeckt werden. Da Champ alle 93 Minuten die Erde umrundet, können die Messwerte global gewonnen werden und so die Löcher im bisherigen Messnetz stopfen.


  • Eines der vielseitigsten Programme zur Beobachtung der Erde ist die LANDSAT-Reihe. Die Aufnahmen dieser Erdtrabanten wurden bisher für alle möglichen Anwendungsgebiete genutzt: von der Beobachtung der Zu- und Abnahme der Gletscher über die Kontrolle der Wasserqualität in Seen und Küstenregionen bis hin zur Kartierung der Packeisausdehnung oder der Waldbedeckung in bestimmten Regionen.


  • Die Wellen von Radarsatelliten werden von Landmassen und Wasser reflektiert. Durch unterschiedliche Reflexionseigenschaften der Zielobjekte können diese Systeme nicht nur zur Ortung von Gegenständen, sondern auch zur Erkundung von Oberflächen benutzt werden.


  • Satelliten mit Infrarot-Kameras werden für die Analyse von Urbanisierung und Städteentwicklung eingesetzt. Die Städte erscheinen in den Aufnahmen als "Wärmeinseln".
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Stand: 19.03.2001
 
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