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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Die Böden der Ozeane konservieren, durch eine kilometerdicke Wasserschicht vor Erosion geschützt, in ihren Ablagerungen wichtige Indizien auf die wechselvolle Geschichte der Erde. Wie in einem Archiv können Geowissenschaftler aus der Art und Abfolge der Schichten auf Ereignisse der Vergangenheit schließen.


  • Das "Ocean Drilling Program" (ODP) ist nach der Weltraumforschung das größte internationale Forschungsprojekt überhaupt. Sein Ziel: Die Erdkruste unter den Ozeanen durch Bohrungen zu erforschen.


  • Seit 1985 ist das Bohrschiff JOIDES Resolution auf allen Meeren der Welt unterwegs, um Bohrungen im Boden der Ozeane durchzuführen. Inzwischen hat es rund 2.000 Bohrungen hinter sich und dabei eine Gesamtlänge von mehr als 190 Kilometern Bohrkerne geborgen.


  • Eine ganze Reihe von heute fast selbstverständlichen Erkenntnissen beruht auf Bohrkernen des ODP und seines Vorläuferprojektes, dem DSDP. Darunter der Nachweis eines Meteoriteneinschlags als Ursache für das
    Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren, die Bestätigung der Theorie der Plattentektonik und Beweise für einen Zusammenhang zwischen Klimaschwankungen und winzigen Veränderungen der Erdachse.


  • Eine Bohrfahrt der JOIDES dauert jeweils zwei Monate. An Bord sind dabei rund 30 Wissenschaftler, 20 ODP-Ingenieure und 62 Mitglieder der JOIDES-Besatzung. In den Labors des Schiffes werden alle erbohrten Kerne sofort auf ihre chemischen, physikalischen und magnetischen Eigenschaften hin analysiert und die Schichtenabfolge genau untersucht und interpretiert.

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