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Dienstag, 16.01.2018
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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Schon vor 5.000 Jahren gab es im heutigen Irak eine der ersten Hochkulturen der Menscheitsgeschichte, in der unter anderem die Keilschrift, das erste Alphabet und die künstliche Bewässerung in der Landwirtschaft bekannt waren.


  • Über mehrere Jahrtausende blieb Mespotamien anschließend unter Königen wie Gilgamesch oder Nebukadnezar der politische, künstlerische und wissenschaftliche "Nabel der Welt", die Wiege der Kulturen.


  • Heute erinnert nichts mehr an das blühende Land von vor 5.000 Jahren. Mehr als zehn Jahre Krieg, aber auch die UNO-Sanktionen sowie innenpolitische Entscheidungen des Hussein-Regimes haben dazu geführt, dass in vielen Regionen des Irak sowohl in Sachen Gesundheit als auch bezüglich der Umwelt vieles im Argen liegt.


  • Beispielsweise haben vor allem im Süden des Landes Krebserkrankungen, aber auch Missbildungen bei Neugeborenen oder Fehl- sowie Totgeburten nach dem Golfkrieg 1991 stark zugenommen. Verantwortlich dafür könnte u.a. die Uran-Munition sein, die dort während der militärischen Auseinandersetzung in großem Umfang verschossen wurde.


  • Hunger, Infektionskrankheiten, Medikamentenmangel u.v.a.m. komplettieren die große humantäre Katastrophe im Irak.


  • Die größte Umweltkatastrophe im Zweistromland hat sich dagegen in den letzten 30 Jahren am Unterlauf der Flüsse Euphrat und Tigris abgespielt. Dort sind die 20.000 Quadratkilometer großen mesopotamischen Marschlandschaften - der sagenumwobene Garten Eden der Bibel und Teil des sogenannten "fruchtbaren Halbmondes" - mittlerweile fast vollständig ausgetrocknet.


  • Schuld daran sind neben der vom Menschen durch Dammbauten und Bewässerungs-Landwirtschaft ausgelösten globalen Wasserkrise in der Region, umfangreiche Trockenlegungsmaßnahmen in den Feuchtgebieten durch das totalitäre Hussein-Regime.


  • Auch die Zukunft verspricht keine Hoffnung auf Besserung der Situation. Der drohende "War against Terrorism" bzw. ein "Krieg um Öl" - im Irak gibt es mit 113 Milliarden Barrel die zweitgrößten gesicherten Erdöl-Reserven weltweit - könnte Mensch und Umwelt endgültig an den Rand der Katastrophe drängen.
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Stand: 01.01.2003
 
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