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Donnerstag, 17.05.2012
Von Mauritius nach Neuseeland
Abel Tasman und seine Entdeckungen

Erst Abel Tasman ist es schließlich, der im Jahr 1642 die Erforschung Australiens und die Suche nach dem reichen Südkontinent ein gutes Stück weiter bringt. Nachdem der erfahrene Seemann auf Befehl von Anthony van Diemen, dem Repräsentanten der niederländischen Ostindienkompanie, von Batavia ausgelaufen ist, nimmt er zunächst Kurs auf Mauritius vor der afrikanischen Küste. Von dort steuert er Richtung Süden bis er den 49. Breitengrad erreicht. Kurs Nordost sind ab da die neuen Vorgaben. Geschickt nutzt Tasman auf seiner Reise die in dieser Region vorherrschenden westlichen Windes aus.

Der gesteckte Kurs wird eingehalten, bis nach langer Zeit endlich Land in Sicht kommt. Tasman glaubt die Südküste Australiens erreicht zu haben, die er für die holländische Ostiniengesellschaft in Besitz nimmt und van Diemens Land nennt. Dass seine Neuentdeckung eine Insel ist, die später ihm zu Ehren Tasmanien benannt wird, erkennt er nicht.

Neuseeland 
Neuseeland
© NASA
Weiter geht die Reise Tasmans Richtung (Nord-)Osten. In der Nähe des 160. Längengrades sichtet er mit seiner Mannschaft wieder Land. Er hält es für ein Vorgebirge der wahren Terra Australis, die sich seiner Meinung nach in Richtung Südosten nach Kap Hoorn hin ausdehnt. Tatsächlich ist er auf Neuseeland gelandet. Und die Eingeborenen, die seine Männer angreifen und vier davon töten sind Maoris und nicht die ersten Eingeborenen von Terra Australis.

Welche Schlussfolgerungen müssen Tasman und die anderen Entdecker aus dieser Reise ziehen? Eines ist klar: Das 1606 gefundene Neu-Holland, von dem man zunächst geglaubt hatte, es könnte das sagenumwobene Terra Australis sein, ist selber nur eine Insel. Gibt es aber vielleicht noch einen anderen, einen wahren Südkontinent mit den gewaltigen Reichtümern? Und wenn ja, wo könnte er liegen?

Im Gebiet östlich von Afrika entlang des 49. Breitengrades jedenfalls nicht, dort hat Tasman bei seiner Fahrt durch den Indischen Ozean nur Wasser gefunden. Lohnenswert scheint es die Region südöstlich von Tasmans Neuentdeckung um den 160. Längengrad weiter zu untersuchen. Der Traum vom legendären reichen Südkontinent kann also erst einmal weitergehen.

An Australien dagegen verlieren die Holländer mit der Zeit völlig das Interesse. Trotz größter Mühen haben sie nichts gefunden, was eine Kolonialisierung zu rechtfertigen scheint. Deshalb nehmen sie die Neuentdeckungen nicht einmal für ihr Land formell in Anspruch...

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