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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Gebirge entstehen primär durch die Kollision von Kontinentalplatten. Wie bei einem Autounfall entstehen beim Aufprall riesige Falten- und Knautschzonen.


  • Entsprechend befinden sich die jungen und noch aktiven Hochgebirge wie Alpen, Anden oder Himalaja an den Nahstellen der Erdkrustenplatten.


  • Der „Motor“ der Plattentektonik sind die Konvektionsströme im Erdmantel, bei denen bis zu 4.000°C heiße Materie unterhalb der mittelozeanischen Rücken nach oben steigt und dafür kälteres Gestein an anderer Stelle nach unten in das Erdinnere absinkt.


  • Beispielsweise hat sich die indische über 2.000 Kilometer in die eurasische Platte verkeilt und dabei den Himalaja regelrecht nach oben gedrückt.


  • Neben diesen Faltengebirgen gibt es die Bruchschollengebirge, die im Wesentlichen aus den Resten ehemaliger Hochgebirge entstehen. Ihre Gesteine wurden bereits mehrfach verformt, gefaltet und extrem beansprucht. Auf plattentektonischen Druck reagieren diese Schichten wie eine spröde Glasplatte und zerbrechen in viele einzelne Stücke.


  • Gebirge können auch ohne Faltung oder Bruchtektonik entstehen, wenn große unterirdische Magmaströmungen die Erdoberfläche deformieren.


  • Der Vulkanismus ist für eine große Zahl Einzelberge aber auch ganze Gebirgszüge verantwortlich. In den Anden liegen die höchsten Vulkangipfel der Welt und der Mauna Kea auf Hawai ist, gemessen vom Bergfuß am Meeresboden, größer als der Mount Everest.


  • Die Mittelozeanischen Rücken sind mit 60.000 Kilometern das längste Gebirgssystem der Erde und liegen am Grund der Ozeane verborgen. An ihnen driften die ozeanischen Erdplatten auseinander und sorgen so für einen beständigen Ausfluss von basaltischer Lava.


  • Gesteine reagieren je nach Zusammensetzung, Lagerungstiefe und Temperatur höchst unterschiedlich auf tektonischen Druck. An der Erdoberfläche brechen sie häufig an Klüften, Störungen oder Verwerfungen und im Untergrund verformen und verbiegen sie sich, ohne zu brechen.


  • Im Laufe der Erdgeschichte gab es durch die ständige Kontinentaldrift und die Bildung von Superkontinenten immer wieder neue Gebirgsbildungsphasen.


  • Die Erosion sorgt für den ständigen Abtrag der Gebirge. Ohne sie würden die Alpen heute wahrscheinlich über 30 Kilometer hoch sein.

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