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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Hormone in Stichworten

Adrenalin
Bildung: Im Nebennierenmark, Zwischenstufen der Synthese sind Dopamin und Noradrenalin
Funktion: Stresshormon. Es beschleunigt den Herzschlag, verbessert die Durchblutung der Muskeln und setzt Energiereserven in Form von Glukose frei. Gehirn und Nerven werden in Alarmzustand versetzt, das Nachdenken aber teilweise blockiert. Insgesamt bereitet es den Körper bei tatsächlichen oder vermeintlichen Bedrohungen auf schnelle Flucht oder aber einen Angriff vor, wird aber auch in der Phase akuter Verliebtheit ausgeschüttet.

Dehydroepiandrosteron (DHEA)
Bildung: In der Nebennierenrinde
Funktion: Vorstufe von sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtshormonen, beschleunigt zudem den Aufbau von körpereigenem Protein.

Dopamin
Bildung: Nebenniere, Vorstufe von Adrenalin
Funktion: Dopamin ist für die Bewegungssteuerung wichtig, es dient außerdem als Neurotransmitter im Gehirn und Nervensystem. Hier wird es unter anderem unter dem Einfluss von Drogen wie Kokain ausgeschüttet, aber auch im Stadium akuter Verliebtheit. Ein Dopaminmangel ist unter anderem Auslöser der Parkinsonschen Krankheit.

Erythropoetin (EPO)
Bildung: Nieren
Funktion: Regt die Bildung roter Blutkörperchen an und reguliert die Sauerstoffaufnahme des Blutes, wird daher im Sport oft als Dopingmittel eingesetzt.

Melatonin
Bildung: Zirbeldrüse, Synthese über Zwischenstufen aus Serotonin
Funktion: Steuert gemeinsam mit der Inneren Uhr den Schlaf-Wachrhythmus des Menschen. Seine Ausschüttung beginnt einige Stunden vor der normalen Schlafenszeit, nimmt in der ersten Nachthälfte zu und dann bis zum Aufwachen wieder ab. Neben dem schlaffördernden Effekt soll es auch bei der Alterung eine Rolle spielen, die Wirksamkeit als Anti-Aging Mittel ist jedoch nicht belegt.

Oxytocin
Bildung: Hypothalamus
Funktion: Auslösung der Wehen in der Schwangerschaft, Einschießen der Muttermilch nach der Entbindung. Gilt zudem als „Schmusehormon“, das bei Sex und Zärtlichkeit ausgeschüttet wird und zur langfristigen Paarbindung beiträgt.

Progesteron
Bildung: Gelbkörper des Eierstocks
Funktion: Weibliches Geschlechtshormon, bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf das Einnisten der Eizelle vor. Wird in der zweiten Zyklushälfte ausgeschüttet.

Serotonin
Bildung: Zirbeldrüse
Funktion: Ist einer der Signalstoffe (Neurotransmitter) des Nervensystems und hat Auswirkungen auf den Schlaf-Wach-Rhythmus, die Schmerzwahrnehmung, Nahrungsaufnahme und Körpertemperatur. Als Gewebshormon stimuliert es die Kontraktion der glatten Muskulatur und wirkt damit Blutdruck steigernd, regt die Darmperistaltik an. Serotoninmangel spielt zudem eine Rolle bei bestimmten Formen der Depression, die dann häufig erfolgreich mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern behandelt werden können.

Testosteron
Bildung: Bei Männern zu 95 Prozent in den Hoden, fünf Prozent in der Nebennierenrinde, bei Frauen in den Eierstöcken und der Nebennierenrinde.
Funktion: Testosteron ist das wichtigste männliche Geschlechtshormon. Bei Männern bewirkt es beim Embryo und in der Pubertät die Bildung und Entwicklung der männlichen Geschlechtsorgane und –merkmale und induziert beim Erwachsenen die Samenbildung. Bei Frauen ist es in geringerem Maße vorhanden und fördert hier unter anderem die Libido. Bei beiden Geschlechtern wirkt es festigend auf die Knochen und fördert den Aufbau und Erhalt von Muskelmasse.

Wachstumshormon (hGH)
Bildung: Vorderlappen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse)
Funktion: Steuerung des Längenwachstums in der Pubertät. Wachstum der inneren Organe, Stoffwechselregulation, Verknöcherung des Skeletts, Bildung von Glukose in der Leber.

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