Scinexx-Logo
Scinexx mobil
Mobil
Jetzt neu: Nutzen Sie unser Smartphone optimiertes Angebot.
Erfahren Sie mehr
Scinexx auf Facebook
Werden Sie Scinexx-Fan und kommentieren Sie unsere Artikel auf Facebook!
Scinexx auf Facebook
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
Weitere Titel bei Amazon
Unser Partner
Logo Bild der Wissenschaft
Wissen erleben
Science Center
Naturkundemuseen
Sternwarten
Planetarien
Zoos
Nationalparks
Naturparks
Geoparks
Besucherbergwerke
Botanische Gärten
Schülerlabore
Lernwelten
Lernwelten

Erleben, Lernen, Wissen
Antworten auf viele Fragen zu Alltagsphänomenen, kniffelige Quizze, spannende Tipps für Entdeckernaturen und vieles mehr...

Abschrecken durch Uniformität
Müllersche Mimikry

Schauplatz: Brasilien im Jahr 1878. Einige Jahre zuvor hatte Henry W. Bates seine Entdeckungen über Mimikry bei Schmetterlingen einer staunenden Öffentlichkeit und Fachwelt vorgestellt. Jetzt ist der deutsche Tierforscher Fritz Müller im brasilianischen Urwald unterwegs, um weitere Schmetterlinge zu fangen und zu erforschen. Wie Bates ist er davon überzeugt, dass Räuber durch Versuch und Irrtum mit der Zeit lernen, welche Tiere Leckerbissen sind und welche man besser meidet.

Bei seinen Beobachtungen an farbenprächtigen Faltern entdeckt er schließlich viele verschiedene Arten, die samt und sonders ungenießbar sind und sich trotzdem ziemlich ähnlich sehen. Manche dieser Arten sind eng miteinander verwandt, so dass für Müller die Ähnlichkeit im Aussehen logisch und nachvollziehbar ist.

Andere Falter jedoch gehören einer ganz anderen Schmetterlingsfamilie an und zeigen trotzdem eine ähnliche Zeichnung. Wie ist das zu erklären? Die Beantwortung dieser Frage bereitet Müller einiges Kopfzerbrechen. Immer wieder lässt er die Fakten im Kopf Revue passieren und schließlich findet er eine passende Erklärung für das Rätsel.

Was wäre, wenn die Insekten im Laufe der Evolution eine gemeinsame Warntacht entwickelt hätten, damit die Räuber sie nicht auseinander halten können? Dann müsste der Fressfeind nur bei einer Art seine Erfahrungen mit der unbekömmlichen Beute machen, um auch alle anderen ähnlich aussehenden Arten von vornherein zu meiden. Der Sinn dieser Mimikry läge dann darin die Zahl an Opfern möglichst gering zu halten und auf viele Arten zu verteilen. Für die einzelne Art - so folgerte Müller weiter - wären die Verluste um so geringer je mehr Arten an diesem Abschreckmanöver teilnähmen.

Mittlerweile sind viele Fälle von Müllerscher Mimikry im Tierreich bekannt geworden. Sogar ganze Mimikry-Ringe mit vielen verschiedenen Arten lassen sich nicht nur bei Schmetterlingen, sondern im gesamten Insektenreich nachweisen.

zurück   | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 |    weiter
Artikel drucken   Dossier komplett anzeigen
Suche
Erweiterte Suche
Facts
Überblick
Das Wichtigste in Kürze
Artikel zum Thema
Maskenball im Tierreich
Tarnen und Täuschen als Überlebensstrategie
Gut getarnt, ist halb gewonnen
Tricks zum Überleben
Evolution im Rekordtempo
Industriemelanismus beim Birkenspanner
Tarnkappe Umwelt
Mimese
Eine Sensation im brasilianischen Urwald...
Batessche Mimikry
Ein Plagegeist als Vorbild
Mimikry bei Wespen
Imitieren um zu jagen
Angriffs-Mimikry
Mundraub als Überlebensstrategie
Von Skuas und Kermadecs
Wenn sich Räuber als Putzteufel tarnen
Mimikry bei Putzerfischen
Abschrecken durch Uniformität
Müllersche Mimikry
Das Rätsel um die Korallenschlangen...
Mertensche Mimikry
Von Tintenfischen, Blattläusen und Meisen
Optische, chemische und akustische Mimikry
Wenn Pflanzen Tiere imitieren
Orchideen und ihre Methoden zur Fortpflanzung zu kommen
Top-Diaschauen
Naturgewalten
Reise durchs Sonnensystem
Das Innere der Erde
Roter Orbit
Überleben im Winter
Aktuelle Dossiers
Die Molekül-Sortierer
Neue Formen des Recyclings für den Rohstoff-Bedarf von morgen
Schimpansen - der Film und die Realität
Ein Blick auf Forschung und Forscher hinter dem Disney-Naturfilm
Warten auf das solare Maximum
Die Aktivität unserer Sonne und ihre Kapriolen
HPV: Impfung gegen Krebs
Was bringt die Schutzimpfung gegen das Humane Papillomavirus?
Grüne Gentechnik
Von den Kartoffeln der Inkas zum Gen-Soja
Vögel, die auf Städte fliegen
Wie passen sich Amsel, Meise und Co. an das urbane Leben an?
Die große Flut
Forscher enträtseln die Urzeit-Katastrophe am Mittelmeer
Stadt, Land, Leere
Der demografische Wandel und die Folgen
Nanopartikel
Die unsichtbaren Helfer und ihre Schattenseiten
Mehr als nur Fisch…
Die Rolle von Hering und Co. im Ökosystem Ozean - und die Folgen der Fischerei