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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Bis vor kurzem war das Wissen über die Sterne in unserer galaktischen Nachbarschaft in der Milchstraße äußerst lückenhaft.


  • Ein Forscherteam um die dänische Astronomin Brigitta Nordström vervollständigte dann über einen Zeitraum von 15 Jahren die spektroskopischen Daten von 14.000 durchschnittlichen Sternen in der Nähe der Sonne.


  • Mit diesen Datensätzen konnten die Astronomen berechnen, wie die Wanderung dieser Sterne in der Vergangenheit verlaufen ist und wohin sie in der Zukunft ziehen werden.


  • Erste Analysen dieser Datensätze haben gezeigt, dass die Bahnen der untersuchten Sterne im Laufe der Zeit beispielsweise durch riesige Gaswolken oder Schwarze Löcher immer wieder gestört wurden.


  • Die Entwicklung der Milchstraße verlief demnach weitaus komplexer und chaotischer als die traditionellen, simplifizierten Modelle angenommen haben.


  • Wissenschaftler wissen seit langem, dass sich die Milchstraße während der bisherigen Lebenszeit des Universums – also über einen Zeitraum von etwa 13,7 Milliarden Jahren - dramatisch verändert hat.


  • In diesen permanenten Entwicklungsprozess der Milchstraße hinein wurde vor 4,6 Milliarden Jahren auch unsere Sonne geboren. Sie entstand wahrscheinlich wie die meisten Sterne in einer dichten Gaswolke inmitten eines dichten Sternhaufens.


  • Erst später dürfte sie durch eine unbekannte Gravitationseinwirkung in ihre gegenwärtige, weniger dichte und relativ sternenarme Umgebung gestoßen worden sein.


  • Seit ihrer Entstehung hat die Sonne das galaktische Zentrum 20-mal umrundet. All ihre Schwestern und Brüder, mit denen zusammen sie einst geboren wurde, sind inzwischen längst in alle Himmelsrichtungen verstreut.


  • Neuere Modelle zeigen, dass die Galaxien ihre Hauptmassen über Milliarden von Jahren aufbauen, indem sie mit anderen Galaxien verschmelzen und Kleingalaxien „auffressen.“


  • In zwei bis drei Milliarden Jahren wird die Milchstraße voraussichtlich mit der Andromeda-Galaxie kollidieren und zu einer neuen Sterneninsel verschmelzen – vielleicht in Form einer Ringgalaxie.

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