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Freitag, 10.02.2012
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Das Wichtigste in Kürze

  • Axolotl sind eine aus Mexiko stammende Salamanderart mit gleich zwei Besonderheiten: Zum einen sind sie neoten, das heißt, sie verbringen ihr gesamtes Leben als Larve und ähneln im Äußeren und in der Lebensweise auch als geschlechtsreife Tiere noch ihrem Jugendstadium.


  • Zum anderen gehören sie zu den Champions der Regeneration: Selbst ein ausgewachsener, fußlanger Axolotl ist noch in der Lage, ein abgeschnittenes Bein, den kompletten Schwanz, ein Stück Kiefer, ein verlorenes Auge oder sogar Teile des Herzens innerhalb weniger Wochen nachwachsen zu lassen.


  • Die menschlichen Reparaturfähigkeiten sind im Vergleich zum Axolotl normalerweise ausgesprochen begrenzt. Warum dies so ist, sollen unter anderem Untersuchungen am Axolotl klären. Sie könnten auch wichtige Aufschlüsse über die Potenz adulter Stammzellen liefern.


  • Der Ablauf einer Regeneration ist mittlerweile recht gut bekannt. Noch unbekannt ist aber, woher die nachwachsenden Zellen ihre Information nehmen, was diesen Prozess steuert. Auch Forscher des MPI für Zellbiologie und Genetik sind auf der Suche nach den Akteuren.


  • Erste Kandidaten für die Rolle der Botenstoffe sind bereits identifiziert. So gilt ein Botenstoff, der aus Blutgerinnseln freigesetzt wird als wahrscheinlicher Kandidat. Die genaue Natur dieses Botenstoffs kennen die Wissenschaftler noch nicht, haben die Möglichkeiten aber immerhin schon eingegrenzt.


  • Spannend wird sein, ob beim Menschen ein ähnliches Hormon existiert und welche Wirkung es gegebenenfalls hat. Die Forscher wissen bereits, dass Muskel- und bestimmte Nervenzellen Rezeptoren für das Wundsignal besitzen müssen.


  • Erste Ergebnisse deuten an, dass auch der Mensch potenziell eine solche Regenerationsfähigkeit besitzen könnte, die aber durch bestimmte, vom Nervensystem ausgeschüttete Substanzen unterdrückt und blockiert wird.


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