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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Bernstein ist fossiles Baumharz. Nachdem das Harz vor Jahrmillionen luftdicht abgelagert wurde, hat sich seine Molekülstruktur unter dem Druck von Sedimenten so verändert, dass aus dem weichen Material ein sehr leichter und spröder so genannter Biolith entstand.


  • Der Name Bernstein leitet sich vom niederdeutschen „Börnsta“ für Brennstein ab, weil er brennbar ist. Er verströmt dabei einen würzigen Duft – ein unverkennbares Indiz für die Identifikation echten Bernsteins.


  • Der bekannteste und häufigste unter den Bernsteinen ist der Baltische Bernstein. Er ist vor 50 bis vor 40 Millionen Jahren im frühen Tertiär, dem Eozän, in einem riesigen Urwald in Nordeuropa entstanden.


  • Inklusen nennt man die Einschlüsse im Bernstein. Meist handelt es sich um Insekten. Aber auch Würmer, Schnecken oder kleine Wirbeltiere wie Eidechsen oder Geckos wurden im Harz gefangen. Pflanzliche Einschlüsse gibt es ebenso.


  • Die Inklusen sind besondere Fossilien. Innen sind sie hohl, die äußere Hülle ist jedoch ein wirkliches Überbleibsel des Organismus. Durch die Ummantelung mit dem dünnflüssigen Harz sind selbst Details noch sichtbar.


  • Bernstein ist nicht nur im Baltikum entstanden, sondern auch in der Karibik, im Libanon, in New Jersey oder Südostasien. Obwohl das Tertiär als „Bernsteinalter“ gilt, stammen diese Bernsteine bereits aus der Kreidezeit oder wie der älteste je gefundene Bernstein aus dem Karbon – er ist 320 Millionen Jahre alt.


  • Längst sind nicht alle Fragen zum Bernstein beantwortet. Ungeklärt ist beispielsweise, wie die Innereien der Inklsuen, selbst Knochen, zersetzt wurden. Oder: Kann man m Bernstein tatsächlich konservierte DNA finden? Oder: Ist das in manchen Inklusen eingeschlossene Wasser tatsächlich Millionen Jahre alt? Die Antworten dazu stehen bis heute aus.

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