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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Betrachtet man die Erde unter biogeographischen Aspekten, so lassen sich Parallelen zwischen den heutigen Floren- und Faunenregionen und den ehemals zusammenhängenden Landmassen erkennen. Isolierte Kontinente entwickelten in der Regel eine eigene Tier- und Pflanzenwelt.


  • Durch die Bindung gewaltiger Wassermassen während der Eiszeiten, sank der Meeresspiegel und flache Landbrücken wie die Beringstraße entstanden. Bis zum Ende der letzen Eiszeit vor ungefähr 14.000 Jahren zogen Tiere und Menschen über den kleinen Subkontinent zwischen Amerika und Asien.


  • Die tektonische Schließung der Landbrücke von Panamá vor 2,5 Millionen Jahren, soll weitreichende Folgen auf die Ozeanzirkulation gehabt haben. Einer Hypothese zufolge führten diese dramatischen Änderungen zur Bildung großer Eisschilde auf der Nordhalbkugel, und damit zum Anfang der Eiszeit. Durch die Schließung der Landbrücke wurde außerdem eine Verbindung der ehemals getrennten Kontinente hergestellt - am Isthmus prallen dadurch nord- und südamerikanische Arten aufeinander. Noch heute ist Panamá durch eine außergewöhnlich hohe Artenvielfalt geprägt.


  • Nach der Abspaltung Australiens von den Landmassen Gondwanas verlief die Evolution der australischen Pflanzen- und Tierwelt - bedingt durch die Insellage und nicht vorhandene Landbrücken - unabhängig von der der übrigen Kontinente. 90 Prozent der Pflanzen- und noch mehr Tierarten sind endemisch. Typisch für die australische Fauna sind die Beuteltiere mit ihrem bekanntesten Vertreter - dem Känguru. Die bekannteste Pflanzenart auf dem fünften Kontinent ist der Eukalyptusbaum.


  • Madagaskar - die viertgrößte Insel der Welt - ist hinsichtlich seiner Fauna und Flora eine kleine Welt für sich. Seit der Abtrennung von Gondwana entwickelten sich die madegassischen Tiere und Pflanzen eigenständig und in völliger Isolation. Dies führte zur Evolution einer enormen Anzahl endemischer Arten. Durch die fehlende Konkurrenz wurde der ursprüngliche Charakter bis heute bewahrt. Die typischste madegassische Tierart sind die Lemuren.

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