Scinexx-LogoSpringer-Verlag, Heidelberg
Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Genau wie Vulkane und Gebirgsketten sind auch Erdbeben keineswegs zufällig verteilt, sondern konzentrieren sich in bestimmten Gebieten der Erde. Sie häufen sich an den Rändern der Kontinentalplatten der Pazifikregion, Süd- und Nordamerikas und in Südeuropa und Südasien.


  • Die meisten Bebenherde konzentrieren sich in den oberen Bereichen der Erdkruste, am häufigsten werden Herdtiefen von 0 bis 70 Kilometer gemessen (Flachbeben), es können aber auch Tiefbeben in bis zu 700 Kilometern auftreten.


  • Auch innerhalb von tektonischen Platten, wie beispielsweise in Deutschland, können Erdbeben entstehen. Die Spannungen, die an den Plattenrändern entstehen, übertragen sich auf das Platteninnere. Gibt es dort geologische Schwachstellen, geben diese dem Druck nach.


  • Bricht das Gestein an einer tektonischen Störung unter dem Druck der aufgestauten Spannung, wird die freiwerdende Energie in Form von Wellen abgegeben – die Erde bebt. Die häufig wahrgenommene Abfolge von Schütteln, Rollen und Schaukeln bei einem Beben geht auf unterschiedlich schnell aufeinanderfolgende Wellenformen zurück.


  • Für das Maß der Stärke eines Bebens gibt es mehrere Magnitudenskalen. Heute wir dabei die Momentmagnitude, ein Maß für die Gesamtgröße eines Erdbebens, das 1966 von dem amerikanischen Seismologen K. Aki geprägt wurde, der Richterskala vorgezogen.

  • Die bekannteste Skala der Erdbebenstärke geht auf Charles Richter zurück. Auf dieser logarithmischen Einteilung entspricht eine Steigerung um eine Einheit einer zehnfachen Steigerung der Wellenamplitude oder der 30fachen Energiefreisetzung.


  • Ein Maß der Wirkungen eines Erdbebens an einem bestimmten Ort auf Menschen, Gebäude oder die Landschaftsstrukturen ist die Intensität. Sie variiert mit der Starke des Bebens, der Entfernung vom Epizentrum und den geologischen Gegebenheiten. Gebräuchliche Skalen sind die modifizierte Mercalli-Skala oder die MSK Skala.


  • Schon von frühester Zeit an haben Menschen Geräte konstruiert, mit denen sie die Erdstöße eines meßbar machen wollten. Das erste Erdbebenmeßinstrumente entwickelte der chinesische Geograph und Astronom Chang Heng im Jahr 132 n. Chr. Heute übernehmen Seismographen und Beschleunigungsmesser diese Aufgaben.


  • Die Existenz von eindeutigen Vorläufersignalen ist umstritten. Als ein mögliches Vorwarnzeichen gilt unter anderem die Verformung des Untergrund an einer Störung. Genaue Vermessungsmethoden, unter anderem mithilfe von Lasermessgeräten und GPS Aufschluss sollen diese überwachen.

zurück   | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 |    weiter
Artikel drucken   Dossier komplett anzeigen
Suche
Erweiterte Suche
Facts
Überblick
Das Wichtigste in Kürze
Artikel zum Thema
Erdbeben
Vorhersagbar oder aus heiterem Himmel?
Die Theorie der Plattentektonik
Von Kontinenten, Drift und Konvektionsströmen
Die Bewegungen der tektonischen Platten
Divergenz-, Konvergenz- und Scherungszonen der Plattengrenzen
Globale Verteilung von Erdbeben
Epizentren von 1954 bis 1998
Intraplattenbeben
Warum auch in Deutschland die Erde beben kann
Seismologie: Von Wellen, Schwingungen und Kompressionen
Erdbebenwellen und ihre Wirkungen
Lokalisierung des Bebenherds
Der Bebenentstehung auf der Spur...
Von Magnituden, Intensitäten und dem seismischen Moment
Die Bestimmung der Erdbebenstärke
Die Beschaffenheit des Untergrunds
Die Beispiele Mexico City und Loma Prieta
Vom Drachen- Seismoskop zum „Strong- Motion- Sensor“
Instrumente zur Erdbebenmessung
Kriechende Steine, Dehnungsmesser und Laserlicht
Geophysikalische und geodätische Methoden der Erdbebenüberwachung
Unterstützung aus dem All
Vermessung der Plattenbewegungen mittels GPS
Vorhersage: Das „VAN-Verfahren“
Elektrische Ströme als Vorboten von Erdbeben?
Mathematiker bringen Prognosen zum Beben...
Wie genau sind die Berechnungen der Erdbeben- wahrscheinlichkeit?
Wenn das ersehnte Beben ausbleibt...
Das Parkfield-Experiment
Chronik
Die wichtigsten Beben im Überblick
Top-Diaschauen
Überleben im Winter
2012 und die Maya
Die großen Massenaussterben
Quallen
Riesenschlangen
Aktuelle Dossiers
Klima-Hotspot Moorböden
Wie Forscher den Treibhausgas-Emissionen von Mooren auf die Spur kommen
Schwelbrände im Gewebe
Chronische Entzündungen und ihre Ursachen
Röntgenblick in die Geheimnisse der Mumien
Neue bildgebende Verfahren helfen bei der Erforschung menschlicher Relikte
Auf Kante
Warten auf „The Big One“
Auch Pflanzen besitzen Stammzellen
Unerschöpflich kreativ
Energie-Produzent Gebäude
Wie Häuser zu Kraftwerken werden
Bermudas Unterwelt
Expedition zu den unterirdischen Salzwasserhöhlen einer Tropeninsel
Alte Seuchen in neuem Licht
Forscher untersuchen Resistenz gegen Pest und Cholera
Mehr Licht im Dunkel der Mars-Trabanten
Mit Mars Express und Phobos Grunt bei den „Söhnen“ des Kriegsgotts
Mikrobielle Mitbewohner auf Weltreise
Bakterien in Magen und Speichel helfen beim Erforschen menschlicher Wanderungen