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Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Genau wie Vulkane und Gebirgsketten sind auch Erdbeben keineswegs zufällig verteilt, sondern konzentrieren sich in bestimmten Gebieten der Erde. Sie häufen sich an den Rändern der Kontinentalplatten der Pazifikregion, Süd- und Nordamerikas und in Südeuropa und Südasien.


  • Die meisten Bebenherde konzentrieren sich in den oberen Bereichen der Erdkruste, am häufigsten werden Herdtiefen von 0 bis 70 Kilometer gemessen (Flachbeben), es können aber auch Tiefbeben in bis zu 700 Kilometern auftreten.


  • Auch innerhalb von tektonischen Platten, wie beispielsweise in Deutschland, können Erdbeben entstehen. Die Spannungen, die an den Plattenrändern entstehen, übertragen sich auf das Platteninnere. Gibt es dort geologische Schwachstellen, geben diese dem Druck nach.


  • Bricht das Gestein an einer tektonischen Störung unter dem Druck der aufgestauten Spannung, wird die freiwerdende Energie in Form von Wellen abgegeben – die Erde bebt. Die häufig wahrgenommene Abfolge von Schütteln, Rollen und Schaukeln bei einem Beben geht auf unterschiedlich schnell aufeinanderfolgende Wellenformen zurück.


  • Für das Maß der Stärke eines Bebens gibt es mehrere Magnitudenskalen. Heute wir dabei die Momentmagnitude, ein Maß für die Gesamtgröße eines Erdbebens, das 1966 von dem amerikanischen Seismologen K. Aki geprägt wurde, der Richterskala vorgezogen.

  • Die bekannteste Skala der Erdbebenstärke geht auf Charles Richter zurück. Auf dieser logarithmischen Einteilung entspricht eine Steigerung um eine Einheit einer zehnfachen Steigerung der Wellenamplitude oder der 30fachen Energiefreisetzung.


  • Ein Maß der Wirkungen eines Erdbebens an einem bestimmten Ort auf Menschen, Gebäude oder die Landschaftsstrukturen ist die Intensität. Sie variiert mit der Starke des Bebens, der Entfernung vom Epizentrum und den geologischen Gegebenheiten. Gebräuchliche Skalen sind die modifizierte Mercalli-Skala oder die MSK Skala.


  • Schon von frühester Zeit an haben Menschen Geräte konstruiert, mit denen sie die Erdstöße eines meßbar machen wollten. Das erste Erdbebenmeßinstrumente entwickelte der chinesische Geograph und Astronom Chang Heng im Jahr 132 n. Chr. Heute übernehmen Seismographen und Beschleunigungsmesser diese Aufgaben.


  • Die Existenz von eindeutigen Vorläufersignalen ist umstritten. Als ein mögliches Vorwarnzeichen gilt unter anderem die Verformung des Untergrund an einer Störung. Genaue Vermessungsmethoden, unter anderem mithilfe von Lasermessgeräten und GPS Aufschluss sollen diese überwachen.

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