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Freitag, 10.02.2012
Wehende Fahnen und Staub
Weitere „Indizien“

„Argument“ Flaggenwehen:
Ein ebenfalls beliebter „Dauerbrenner“ der Verschwörungstheoretiker ist die US-Flagge: In einigen TV-Sequenzen scheint die Fahne von einem Luftzug oder Wind bewegt zu werden, auf den Fotos bildet sie zumindestens noch verräterische „Rippel“. Doch auf dem Mond gibt es keine Atmosphäre und folglich auch keinen Wind.

Die scheinbar wehende Fahne 
Die scheinbar wehende Fahne
© NASA
Entgegnung: Betrachtet man die TV-Aufnahmen genauer, stellt man fest, dass sich die Fahne nur dann bewegt, wenn gerade ein Astronaut sich an ihrem Stiel zu schaffen macht. Durch die fehlende Atmosphäre werden die durch das Einrammen des Stiels in die Mondoberfläche ausgelösten Schwingungen nicht wie auf der Erde schnell abgedämpft, sondern halten länger an.

Die vermeintlichen „Rippel“ in den Stillbildern gehen nicht auf eine Wellenbewegung der Fahne zurück, sondern sind die Folge einer Panne beim Aufstellen: Die Astronauten konnten den Stab, der das obere Ende der Flagge nach außen abspreizt, nicht voll ausfahren, so dass das Flaggentuch nicht gespannt wurde, sondern in Falten herabhing. Später war die NASA von dem „natürlichen“ Eindruck dieses Faltenwurfs so begeistert, dass in allen folgenden Apollo-Missionen die Querstange absichtlich verkürzt wurde.

„Argument“ Staub:
Die Landung des „Eagle“ hat Staub aufgewirbelt, trotzdem sind die Fußpads des Landemoduls völlig staubfrei.

 Fuß des Landemoduls ohne Staub
Fuß des Landemoduls ohne Staub
© NASA
Entgegnung: Da es auf dem Mond keine Atmosphäre gibt, fehlt auch der Widerstand, der auf der Erde den aufgewirbelten Staub längere Zeit schweben lässt, bis er sich endlich setzt. Auf dem Mond fällt der Staub sofort in einem ballistischen Bogen wieder auf den Untergrund zurück und breitet sich nicht weit aus. Der von der Landung aufgewirbelte Staub wurde daher vom Modul weg geschleudert und fiel dem Lander buchstäblich nicht auf die Füße.

„Argument“ Fußspuren:
Die Fußstapfen der Astronauten und Spuren der Mondrover sind extrem deutlich und zeichnen sich bis in die Details scharf ab. Doch ohne Wasser kann Staub keine solchen Abdrücke bilden.

Entgegnung: Doch er kann. Dann nämlich, wenn der Staub extrem feinkörnig ist. Ähnlich wie sich ein Abdruck auch in völlig trockenem Mehl deutlich abzeichnet, geht dies auch bei Mondstaub.

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