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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • "Riesen" des Tier- und Pflanzenreichs gab es zu fast allen Zeiten auf der Erde. Doch in bestimmten Perioden der Erdgeschichte dominierten sie so stark, dass diese fast als Zeitalter der Riesen bezeichnet werden könnten.


  • Die bekanntesten und größten Riesen lebten gegen Ende des Jura und in der Kreidezeit vor 150 bis 65 Millionen Jahren - die Dinosaurier. Später, vor 20-30 Millionen Jahren, übernahmen Riesen aus der Gruppe der Säugetiere das Regiment - das Riesennashorn Baluchitherium oder der Riesenvogel Phororhacus gehörten dazu. Doch auch Insekten waren vor 300 Millionen Jahren um ein Vielfaches größer als heute.


  • Riesen brauchen allein aufgrund ihrer Größe meist spezielle anatomische und physiologische Anpassungen wie beispielsweise stabile Knochen, ein besonders leistungsfähiges Herz oder Ventile in den langen Venen und Arterien des Halses.


  • Riesen haben gegenüber kleineren Arten einige ökologische Vorteile, darunter eine bessere Kälteisolierung, einen im Verhältnis geringeren Nahrungsbedarf, weniger Fressfeinde, aber mehr potenzielle Beutetiere.


  • Doch auch Nachteile bringt das Riesendasein mit sich: Große Tiere brauchen mehr Lebensraum und - absolut gesehen - mehr Nahrung als kleinere, werden langsamer erwachsen und haben in der Regel weniger Nachwuchs.


  • Die Ursachen für die Häufung großer Tiere in bestimmten Zeitaltern sind bis heute ungeklärt. Als Hypothesen sind günstige Klimaeinflüsse, erhöhte O2- oder CO2-Konzentrationen der Luft, ein üppiges Nahrungsangebot oder auch bestimmte Anordnungen der Landmassen der Erde in der Diskussion. Eindeutig belegt ist jedoch keine von ihnen.


  • Im Gegensatz zur Tierwelt sind beim Menschen die Riesen auf dem Vormarsch: In den letztzen 100 Jahren hat sich die Durchschnittgröße des Menschen um 22 Zentimeter erhöht. Auch hier sind verschiedene Ursachen in der Diskussion, darunter vor allem sozio-ökonomische Faktoren.

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