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Vaterschaftstest
Ist es ein "Kuckuckskind"?

Wer ist der Vater? Nicht immer ist diese Frage auf Anhieb zu beantworten. Die Mutter ist leicht zu bestimmen, sie ist schließlich - außer bei Leihmüttern - diejenige, die das Kind auf die Welt bringt. Ihr Partner kann sich da weitaus weniger sicher sein. Was, wenn die Frau doch heimlich fremdgegangen ist? Oder wenn sie noch kurz vor ihrer Trennung vom Partner schwanger wird und ihm den gemeinsamen Nachwuchs schlicht verschweigt? Möglicherweise stellt sich dann die Frage nach der Vaterschaft erst Jahre später, wenn das Kind längst selbst erwachsen ist.

Baby 
Baby
© IMSI MasterClips
Auch bei solch ungeklärten Verwandtschaftsbeziehungen kann die DNA-Analyse helfen. Zahlreiche Labore weltweit bieten solche genbasierten Vaterschaftstests längst auch über das Internet an. Das Prozedere für die Testwilligen ist dabei denkbar einfach: das Einschicken einer Speichelprobe, von ein paar Haaren mit Haarwurzel, dem mit Spucke bedeckten Babyschnuller oder einem gut durchkauten Kaugummi reicht.

Im Labor wird dann aus diesen Proben zunächst die DNA isoliert und mittels PCR vervielfältigt. Dann geht es zum eigentlichen Vergleichstest. Dafür werden Erbgutproben des Kindes und des Vaters, besser noch auch der Mutter benötigt. Beim DNA-Test wird von diesen nicht das gesamte Erbgut, sondern nur die Basenabfolge von rund 15 bis 20 Abschnitten verglichen.

Auch hier, wie beim DNA-Test der Rechtsmediziner, handelt es sich um Short Tandem Repeats. Wie oft eine bestimmte Basenabfolge innerhalb eines solchen "STR-Markers" wiederholt wird, ist individuell unterschiedlich - wird aber von den Eltern auf die Kinder vererbt. An jedem Genort tragen sie zwei Varianten dieser Marker - einen von der Mutter und einen vom Vater.

Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei nicht verwandte Menschen das genau gleiche Muster von Wiederholungen an diesen Marken besitzen, liegt nach aktuellen Schätzungen gerade einmal bei eins zu 100 Milliarden. Umgekehrt gilt eine Vater- oder Mutterschaft dann als ausgeschlossen, wenn sich das Erbgut von Elternteil und Kind sich an drei oder mehr STR-Markern unterscheidet.

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