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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Mehr als 70 Prozent der Oberfläche der Erde sind vom Meer bedeckt. Diese riesigen Wassermassen sind nicht nur der Lebensraum für zahllose Tiere und Pflanzen, sie speichern auch gewaltige Mengen an Energie.


  • Angetrieben werden die Meeresströmungen vom Wind, von den Gezeiten, dem Wassertemperaturgefälle durch die unterschiedlich starke Sonneneinstrahlung in den verschiedenen Ozeanbereichen und den differierenden Salzgehalten der Meere.


  • Auch wenn die Nutzung der Wellenenergie weltweit noch immer in den Kinderschuhen steckt, versprechen sich viele Forscher mittlerweile für die Zukunft davon jedoch einiges. Wenn es beispielsweise gelingt nur einen Bruchteil der zwei bis drei Millionen Megawatt Energie zu nutzen, die die Brandungswellen in sich tragen, wären die schlimmsten Energieprobleme der Erde gelöst.


  • Bislang gibt es viele Ansätze, die Energie des Meeres zu nutzen. Doch die optimale Lösung ist bislang nicht gefunden. Entweder sind die Anlagen zu teuer oder zu ineffizient. Vielversprechend sind bislang Gezeitenkraftwerke, Umwandler von Brandungsenergie an der Küste oder riesige Rotoranlagen, die die Meeresströmungen zur Stromerzeugung nutzen.


  • Damit ein Gezeitenkraftwerk richtig arbeiten kann, ist ein durchschnittlicher Tidenhub von etwa drei bis fünf Metern erforderlich. Nur in etwa 100 Küstenregionen weltweit sind deshalb die Bedingungen so gut, dass ein solches Kraftwerk rentabel arbeiten könnte.


  • Große Gezeitenkraftwerke gibt es in La Rance in Frankreich, in der Nähe von Murmansk an der Barentssee mit dem Kraftwerk Kislaya Guba, an einem Nebenarm der Bay of Fundy an der Ostküste Kanadas, und in der ostchinesischen Provinz Zhejing.

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