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Freitag, 10.02.2012
Von Giganten und Zwergen
Ein Streifzug durch die Welt der Meeressäuger

Gruppe von Walen 
Gruppe von Walen
© NOAA/NMML
So vielfältig wie ihre Zahl ist auch das Aussehen und die Größe der Meeressäuger. Giganten wie dem Blauwal mit einer Länge von mehr als 30 Metern und einem Gewicht von bis zu 150 Tonnen stehen Tiere wie der Hector-Delphin oder die Baikal-Ringelrobbe gegenüber, die gerade einmal etwas mehr als einen Meter lang sind und so viel wiegen wie ein normaler Mensch.

Vegetarier, Kannibalen und Raubtiere - Reine Pflanzenfresser wie die Seekühe gibt es bei den Meeressäugern genauso wie gefährliche Fleischfresser, die selbst Menschen in Angst und Schrecken versetzen können. Viele Walarten leben dagegen zwar räuberisch, begnügen sich aber in erster Linie mit Unmengen von Kleinkrebsen, dem Krill.

Manche Meeressäuger wie die Wale und Delfine sind vollkommen an das Leben im Wasser angepasst und verbringen jede Minute ihres Daseins im nassen Element, viele andere Arten fröhnen dagegen auch zeitweise dem Landleben und bringen dort unter anderem ihre Jungen zur Welt.

Meeressäuger sind in fast allen Regionen der Erde zu Hause. Die kalten, zum Teil vereisten Gewässer der Arktis und Arktis werden von ihnen ebenso bevölkert, wie die tropischen Meere oder die Ozeane der mittleren Breiten.

Touristenattraktionen in heimischen Gewässern
Auch in unseren Gewässern tummeln sich einige dieser Tiere und dort, wo sie häufiger auftauchen, haben sie sich sogar zu echten Touristenattraktionen entwickelt. So werden beispielsweise die Sandbänke in der Nordsee, auf denen sich im Sommer manchmal zahlreiche Seehundmütter mit ihren Jungtieren in der Sonne räkeln, regelmäßig von Touristenschiffen angelaufen. Ob Mensch oder Tier: Wer an dieser Form einer Freilandbeobachtung mehr Spaß hat, ist manchmal nicht so recht zu entscheiden. Denn auch die Robben fühlen sich trotz des Publikums meist pudelwohl. Aber nicht nur Seehunde gibt es in Nord- und Ostsee, auch Kegel-, Ringelrobben und Schweinswale bereichern die Vielfalt der heimischen Meere.

Längst nicht alle Meeressäugetiere leben ausschließlich im Salz- oder Brackwasser. Die Baikal-Ringelrobbe, der Fluss-Manati oder die Saimaa-Robben haben sich mittlerweile perfekt an das Leben im Süßwasser angepasst. Und selbst Delfine bewohnen die Flussläufe von Amazonas und Orinoko in Südamerika oder Jangtsekiang in China. In Trockenzeiten können sie dort sogar länger in kleineren Restwassertümpeln überleben...

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