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Dienstag, 07.02.2012
Pheromon ist nicht gleich Pheromon
Verarbeitung der Duftsignale

Braunschwarze Rossameise 
Braunschwarze Rossameise
© Joachim Langstein
Gerüche spielen im Leben der Ameisen eine alles entscheidende Rolle – so viel ist mittlerweile bekannt. Doch was die Forscher heute noch nicht genau wissen ist, wie das Nervensystem der Ameisen die chemischen Signale und Duftspuren interpretiert.

Es kann zum Beispiel passieren, dass Ameisen ein und derselben Art, ja sogar ein und derselben Kolonie auf ein bestimmtes Pheromon unterschiedlich reagieren. Während ein Alarmpheromon für Arbeiterinnen, die Futter sammeln, ziemlich uninteressant ist, reagieren die Ameisen, die auf die Feindabwehr spezialisiert sind, geradezu hektisch auf das Duftsignal. Warum ist das so?

Neuroethologen wie Professor Wolfgang Rößler von der Universität Würzburg sind dabei, solche und ähnliche Probleme zu lösen. Sie haben beispielsweise in zum Teil komplizierten Experimenten herausgefunden, dass bei den Ameisen, die auf einen speziellen Duftstoff reagieren, bestimmte Strukturen im Gehirn dauerhaft vergrößert sind.

Von hier aus werden die Duftinformationen mithilfe einer typischen Abfolge elektrischer Signale in die als Pilzkörper bezeichnete Schaltzentrale des Ameisengehirns weitergeleitet.

„Wir vermuten, dass hier das neuronale Substrat für das Langzeitgedächtnis sitzt und zudem das Lernen passiert,“ sagt dazu Rößler im Forschungsmagazin BLICK der Universität Würzburg. Doch der Ameisenforscher relativiert sogleich: „Wir sind allerdings noch weit davon entfernt, die neuronale Verarbeitung der Düfte und deren Wirkung auf das Verhalten hinreichend zu verstehen.“

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