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Freitag, 10.02.2012
Wie wirkt das Wetter?
Die Wetterreaktion unseres Körpers

Fünf Grad, Sonne und kein Wind: Im Januar warm eingemummelt auf der Terrasse einer Skihütte sitzend, empfinden die meisten Menschen dieses Wetter als angenehm, sogar als warm. Die gleiche Temperatur bei Wind und bedecktem Himmel lässt uns dagegen frösteln und kommt uns mindestens wie minus zehn Grad vor. Warum?

Das Wetterempfinden ist individuell verschieden 
Das Wetterempfinden ist individuell verschieden
© IMSI MasterClips
Wie wir das Wetter empfinden, hängt nicht nur von der objektiv auf dem Thermometer ablesbaren Außentemperatur ab. Neben Umweltfaktoren wie Windgeschwindigkeit, Sonneneinstrahlung, Luftfeuchtigkeit, Wolkenbedeckung und Wärmeausstrahlung des Erdbodens bestimmt in erster Linie unsere körpereigene Klimaanlage, ob wir uns behaglich fühlen. Sie misst den Wärmeverlust an die Umwelt und sorgt dafür, dass unsere Körpertemperatur nicht zu weit von den Sollwerten abweicht.

Mithilfe eines komplexen Rückkopplungssystems versucht der Körper, sich gegen Abkühlung zu schützen oder ein Zuviel an Wärme loszuwerden. Normalerweise funktioniert diese Klimaanpassung so gut, dass wir sie nicht einmal bemerken. Wir fühlen uns einfach wohl und behaglich und uns ist weder sonderlich kalt noch warm.

Anders aber, wenn die Klimaanlage den Ausgleich nicht oder nur mit größerer Anstrengung schafft. Wir beginnen zu frieren, zu schwitzen oder entwickeln sogar Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Je nachdem, wie stark diese Reaktion ausfällt, unterscheiden Medizin-Meteorologen zwischen drei Kategorien:

Wetterreaktion:
Die normale physiologische Anpassungsreaktion des Körpers an Klimaschwankungen, die für den Betroffenen normalerweise nicht oder kaum spürbar geschieht.

Wetterfühligkeit:
Die Reaktion des Körpers auf Wetterumschwünge wird subjektiv verstärkt wahrgenommen, die Reizschwelle für Symptome wie Müdigkeit, Kopfdruck oder Konzentrationsstörungen ist erniedrigt.

Wetterempfindlichkeit:
Wetterempfindlich sind meist Menschen, deren Körper durch Alter oder chronische Krankheiten wie Rheuma, Asthma sowie Herzleiden bereits geschwächt ist. Er kann die nötigen physiologischen Anpassungen an Wetterumschwünge nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr bewältigen und als Folge machen sich mehr oder weniger deutliche Schmerzen oder andere Symptome bemerkbar.

Rheumakranke spüren beispielsweise den Durchzug eines Sturmtiefs oft „in den Knochen“, Asthmapatienten bekommen besonders häufig Anfälle bei einem Wetterumschwung mit schnellem Temperaturwechsel und bei Herzschwachen steigt das Risiko für einen Infarkt bei Kälte in Verbindung mit Stress und Anstrengung.

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