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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Die Deutschen gehören zu den wetterfühligsten Völkern der Erde. 54,5 Prozent aller Deutschen erfahren das Wetter als mehr oder weniger starken Einfluss auf ihre Gesundheit. Häufigste Symptome dabei sind Kopfschmerzen und Migräne, Erschöpfung, Schlafstörungen und Müdigkeit und Gelenkschmerzen.


  • Normalerweise sorgt unsere körpereigene Klimaanlage dafür, dass wir uns bei jedem Wetter behaglich fühlen. Sie misst den Wärmeverlust an die Umwelt und sorgt dafür, dass unsere Körpertemperatur nicht zu weit von den Sollwerten abweicht.


  • Wetterempfindlich im medizinischen Sinne ist ein Mensch, dessen Körper die nötigen physiologischen Anpassungen an Wetterumschwünge nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr bewältigen kann. Als Folge machen sich mehr oder weniger deutliche Schmerzen oder andere Symptome bemerkbar.


  • Seit Jahrzehnten suchen Meteorologen und Mediziner nach den Ursachen für die Wetterfühligkeit, eindeutige Kausalzusammenhänge hat man jedoch bis heute nicht gefunden.


  • Einer der möglichen Ursachen sind „Schwerewellen“: kleinste, aber wiederholte Luftdruckschwankungen, die dem normalen Luftdruck übergelagert sind. Eine andere sind die „Spherics“, niederfrequente elektromagnetische Felder, die bei Gewittern oder an Luftdruckfronten entstehen können.


  • Die gefühlte Temperatur ist ein Maß für die „thermische Beanspruchung des Menschen in seiner atmosphärischen Umgebung“ und damit ein relatives Maß für das subjektive Temperaturempfinden eines Menschen. Der Windchill-Faktor gibt an, wie stark der Wärmeverlust unseres Körpers durch den Wind erhöht ist und gleichzeitig, wie stark wir die Kälte subjektiv empfinden.


  • Als Grundlage für Biowetterbericht und gefühlte Temperatur dient das Modell des „Klima-Michel“: Dieser virtuelle Durchschnittsdeutsche ist 1.75 Meter groß, männlich und 75 Kilo schwer.

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